Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 01.06.2017


Landespolitik

Lkw-Maut hat in Tirol Fans und Gegner



Innsbruck – Den Vorstoß der SPÖ zur Einführung einer flächendeckenden Lkw-Maut lehnt ÖVP-Verkehrssprecher Alois Margreiter strikt ab. „Eine zusätzliche Belastung in Form einer Lkw-Maut auf Landes- und Gemeindestraßen ist sowohl für die heimischen Unternehmer als auch für die Konsumenten völlig widersinnig.“ Außerdem würde eine solche Maut besonders den ländlichen Raum benachteiligen, denn sie führe zu einer Verteuerung der Produktpreise, meint Margreiter. Genau das Gegenteil behauptet die Arbeiterkammer. Deren Präsident, Erwin Zangerl, (ÖVP) verweist auf eine Studie aus der Schweiz, die zeige, dass Produkte vor allem des täglichen Lebens durch eine flächendeckende Maut nicht teurer würden.

Wie berichtet, will die SPÖ einen Antrag auf Ausweitung der Lkw-Maut im Landtag einbringen und hofft auf die Unterstützung der Grünen. Die äußerten sich gestern zum Thema nicht. LH Günther Platter (ÖVP) ist gegen eine Ausweitung.

Dafür spricht sich Impuls aus. Parteichefin Maria Zwölfer schwebt dabei die Fernpassroute vor. „Durch Staus und Überbeanspruchung leiden die Umwelt und die Bevölkerung“, meint sie. Impuls-Klubobmann Hans Lindenberger schlägt die Einführung von Zonen vor, damit Umfahrungsmöglichkeiten ausgeschlossen werden könnten. „Es soll eine Lösung ausgearbeitet werden, mit der eine zweckgebundene Maut auf ausgewiesenen Schwerverkehrszonen auf Landes- und Gemeindestraßen eingeführt werden kann.“ Österreichweit würde eine Ausweitung der Maut rund 650 Millionen Euro bringen. SPÖ und Impuls wollen eine Zweckwidmung der Gelder. (aheu)




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