Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 09.06.2017


Kitzbühel

Herbe FPÖ-Kritik an Familienreferentin

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© Obermoser



Kitzbühel – ÖVP-Gemeinderätin und Obfrau des Ausschusses für Familien, Spielplätze und Gesundheit Andrea Watzl sieht sich massiver Kritik von Seiten der Kitzbüheler Stadt-FPÖ ausgesetzt. Diese ortet den „politischen Missbrauch von Babys und Kindergartenkindern“, wie es in einer Aussendung der FPÖ heißt.

Stein des Anstoßes war der erste Kitz-Baby-Day, zu dem junge Kitzbüheler Familien in das Gemeindeamt eingeladen wurden, und ein Mini-Gemeinderat für die Kindergartenkinder. „Wenn das die ideologischen Werte der ÖVP sind, dann gute Nacht. Watzl sollte sich besinnen, dass sie in erster Linie eine politische Funktion innehat, und soll sich nicht als Kindergartenchefin aufspielen“, poltert FP-Ersatz-GR Peter Scheiring.

Watzl zeigt sich verwundert über die Vorwürfe. „Der Kitz-Baby-Day und der Mini-Gemeinderat waren ein Riesenerfolg. Derartige Projekte mit freiwilliger Bürgerbeteiligung und gelebter Volksnähe liefern wertvolle Informationen, um Maßnahmen ganz im Sinne unserer Bürger zu veranlassen“, lässt Watzl ebenfalls in einer Aussendung wissen und führt weiter aus: „Wo Kitz-Baby-Day draufsteht, ist die Stadtgemeinde Kitzbühel drinnen.“ Es handle sich also nicht um ÖVP-Veranstaltungen, sondern um solche der Stadt, welche sie als Familienreferentin vertritt. (TT)