Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 10.06.2017


Landespolitik

Stadt und Stadtwerke investierten 15 Mio. Euro

Das Rechnungsjahr der Stadt Imst endet mit einem Plus von 927.443 Euro im ordentlichen Haushalt. Die Schulden stiegen um 5,8 Mio. Euro.

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Von Matthias Reichle

Imst – Es sind große Projekte, die die Imster Jahresrechnung von 2016 prägen, wie die Fertigstellung des Kindergartens im Ortsteil Auf Arzill (2,5 Mio. Euro), der Zubau zum Betagtenheim am Weinberg (3,01 Mio. Euro) oder die Sanierung des Glenthofs (810.446 Euro). „Stadt und Stadtwerke haben gemeinsam 15 Mio. Euro investiert“, rechnete Bürgermeister Stefan Weirather vor, „das ist nicht wenig Geld. Aufgrund der guten Wirtschaft fließt aber auch Kommunalsteuer zurück.“

Gleichwohl sind die Schulden der Stadt im vergangenen Jahr um fast 6 Mio. Euro von 15,7 auf 21,55 Mio. Euro gestiegen, wie Vizebürgermeister und Finanzreferent Gebhard Mantl in seinem Bericht zum Rechnungsabschluss einräumte. Im ordentlichen Haushalt erzielte Imst einen Überschuss von 927.443 Euro. Im außerordentlichen gab es ein Minus von 650.330 Euro – „das resultiert daraus, dass wir Darlehen nicht aufgenommen haben“, so Mantl.

Der Verschuldungsgrad fiel von 58,54 % auf 56,7 %. Die Personalkosten gingen mit -0,53 Prozent leicht zurück.

Die Stadtwerke Imst konnten 2016 einen Gewinn einfahren, wie Vizebürgermeister Stefan Krismer berichtete. Von 10,5 Mio. an Einnahmen blieben nach Steuern 383.547,14 Euro übrig. Aufgrund des trockenen Jahres war die Stromproduktion zwar nicht so ergiebig wie 2015 (-5,23 %), die Stromabgabe an den Endkunden steigerte sich aber um 2,15 %. Hoch ist auch die Netzabdeckung. Beim Kabelfernsehen erreicht man inzwischen 57 % der Haushalte, beim Internet 42,29 %.

Weniger gut läuft das Verkaufsgeschäft in der Pfarrgasse. Dort verzeichnete man 2016 ein Minus von 111.000 Euro. Ein Ergebnis, das im Gemeinderat diskutiert wurde – mit einem möglichen Abzug des Geschäfts vom Standort befürchtet man nämlich eine weitere Ausdünnung der Innenstadt. Zweiter Wermutstropfen ist die Beteiligung am Kraftwerk Stanzertal. Die Stadtwerke mussten die gewährten Darlehen aufgrund des schwachen Strompreises um eine Million abwerten.

2016 habe man aber auch wieder Geld in die Hand genommen – umgerechnet wurden rund 2,9 Mio. Euro investiert.

Lob gab es dafür von GR Helmut Gstrein: „Die Gemeinde und die Stadtwerke haben gut gearbeitet.“ Abgaben wie Kanalgebühren seien bereits über kostendeckend, merkte er an. Beim Verschuldungsgrad sollte das Ziel unter 50 % liegen.

Sowohl der Rechnungsabschluss der Stadt als auch jener der Stadtwerke wurden einstimmig beschlossen.




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