Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 04.07.2017


Exklusiv

Westliches Mittelgebirge will Olympia zu sich holen

Planungsverbandsobmann Christian Abenthung sieht die Gebiete Muttereralm-Lizum „prädestiniert“ für mögliche Olympiabewerbe 2026.

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© Denise Daum



Von Denise Daum

Axams, Mutters – Ganz Tirol diskutiert aktuell darüber, ob eine Olympiabewerbung für die Winterspiele 2026 Sinn hat oder nicht. Von der Diskussion ausgeschlossen fühlt sich die Region Westliches Mittelgebirge. Die Machbarkeits­studie „Olympische Winterspiele Innsbruck/Tirol 2026“ hat die Axamer Lizum als potenziellen Austragungsort nicht berücksichtigt. Wie berichtet, hat der Betreiber der Bergbahnen in der Lizum, Eduard Fröschl, den Studien-Verantwortlichen seinen Unmut darüber bereits kundgetan.

Bürgermeister Christian Abenthung.
Bürgermeister Christian Abenthung.
- Julia Hammerle

Nun meldet sich auch der Axamer Bürgermeister und Planungsverbandsobmann Christian Abenthung zu Wort. Er sieht das Gebiet Muttereralm-Lizum geradezu prädestiniert für Olympia. „Dieses Gebiet ist unschlagbar in Bezug auf Erreichbarkeit und Anbindung und die Entfernung zur Hostcity Innsbruck. Es wird wohl auch jeder Experte bestätigen können, dass dieses Skigebiet mit zweifacher Olympiatradition und -erfahrung hinsichtlich der Eignung für Wettbewerbe bestens geeignet ist“, erklärt Abenthung. Der Planungsverbandsobmann schickt aber hinterher, dass der Standort nur dann geeignet ist, wenn auch die Verbindung der Skigebiete Muttereralm und Axamer Lizum realisiert ist. Selbige befindet sich, wie berichtet, in Planung. Wenngleich sich die beiden Gebiete uneins über die Form der Verbindung sind, geht Abenthung davon aus, dass das Projekt in absehbarer Zeit angegangen wird. „Zudem braucht es natürlich in den Skigebieten Modernisierungsmaßnahmen“, wie er betont. Hier nimmt Abenthung den Bergbahnbetreiber in die Pflicht. „Für diese Investitionen muss der Betreiber natürlich Geld in die Hand nehmen.“

Der Planungsverband Westliches Mittelgebirge stehe zu 100 Prozent hinter einer Olympiabewerbung und möchte jedenfalls „dringend“ in die Gespräche miteinbezogen werden. Die Region müsse unbedingt nochmals einer Prüfung als Austragungsort unterzogen werden, so der Appell der Bürgermeister von Natters, Götzens, Mutters, Birgitz, Axams und Grinzens.




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