Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 08.07.2017


Innsbruck

Kofel: Beckenprojekt muss nachgebessert werden

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© Michael Kristen



Innsbruck – Die Frage der Oberflächenentwässerung bei der neuen Patscherkofelbahn-Talstation sowie bei deren Parkplätzen und auch der dortigen Ellbögener Straße in den Ramsbach ist eine heikle. Wie berichtet, schlägt eine Vorstudie ein Retentionsbecken unterhalb des Igler Golfplatzes vor. Dieses soll auch das Hochwasserrisiko minimieren. Der Stadtsenat hat im April den Bau gutgeheißen. Das war auch mit der zuständigen Wildbach- und Lawinenverbauung (WLV) akkordiert, bestätigte damals die lokale Gebietsbauleitung.

Doch in einem Gutachten vom Juni moniert die WLV an die Behörde, den Innsbrucker Magistrat, dass bis zu diesem Zeitpunkt von der Stadt noch kein Verbauungsantrag gestellt worden sei. Auch gehe man davon aus, dass eine „verbindliche Zustimmung“ der vom Becken betroffenen Grundbesitzer fehle. Weit gravierender dürfte aber die Erkenntnis der WLV sein, dass das vorliegende Einleitungsprojekt „unvollständig“ sei. Insbesondere hinsichtlich der Auswirkungen auf die Unterlieger lägen keine Untersuchungen vor.

Im Magistrat fand gestern dazu eine Verhandlungsbesprechung statt. Zentrale Fragen hätten hier aufgeklärt werden können, hieß es im Anschluss. Fakt sei aber auch, dass es „Ergänzungen“ zum Projekt der Oberflächenentwässerung und des Hochwasserschutzes geben wird. Das bestätigt Patscherkofelbahnen-Chef Thomas Scheiber. Dass bei der WLV kein Antrag eingegangen sei, bezeichnet er als „Kommunikationsfehler“. Mit den geforderten Nachbesserungen stünde aber einem einreichfähigen Projekt nichts im Wege. (mami)