Letztes Update am Fr, 14.07.2017 06:53

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Innsbruck

Alkoholverbot kommt: Innsbruck legt Rapoldipark trocken

Mit großer Mehrheit stimmte der Gemeinderat der Landeshauptstadt für ein generelles Alkoholverbot. Die SPÖ forderte eine Ausweitung polizeilicher Schutzzonen.

Natur und Ruhe genießen – das neue Alkoholverbot soll Erholungssuchenden das alles im Innsbrucker Rapoldipark wieder ermöglichen.

© TT/Thomas BoehmNatur und Ruhe genießen – das neue Alkoholverbot soll Erholungssuchenden das alles im Innsbrucker Rapoldipark wieder ermöglichen.



Innsbruck – Für Innsbruck, die ÖVP, die FPÖ, aber auch die SPÖ waren sich am Donnerstagabend einig: Die Zustände im Rapoldipark seien nicht länger tragbar. Die Rede ist von Saufgelagen, Pöbeleien, Drogenmissbrauch und derlei mehr. Seit Jahren gilt für diesen Park eine polizeilich verordnete Schutzzone, eine, die auch videoüberwacht wird. Trotzdem war es die Polizei, die nun an die Stadt mit der Bitte um ein Alkoholverbot herangetreten ist, die TT berichtete. Weil auch dieses Verbot eine von vielen Maßnahmen sein könne, um die Lage im Park wieder zu beruhigen.

In den vergangenen Wochen hatte der Magistrat eine solche ortspolizeiliche Verordnung ausgearbeitet. Diese lag heute dem Innsbrucker Gemeinderat zur Beschlussfassung vor. Letztlich stimmten nur die Grünen gegen das neue Verbot. „Aus dem Rapoldipark muss wieder ein Familienpark werden“, forderte VP-Sicherheitssprecher Franz Hitzl. Auch SP-Stadtparteiobmann Helmut Buchacher schloss sich dem an, auch weil derzeit an manchen Stellen im Rapoldipark „Kindern vorgeführt wird, wie man sich asozial verhält“. Rudi Federspiel hofft indes, dass nach diesem Verbot auch gegen die „Nordafrikanerszene“ dort vorgegangen wird. Die SPÖ forderte darüber hinaus die Ausdehnung der Schutzzonen auf „alle Bildungseinrichtungen, in denen sich Minderjährige aufhalten“.

Ein Alk-Verbot werde nicht alle Probleme im Park lösen, sagte Grünen-Klubobfrau Uschi Schwarzl. Der rote Antrag auf Befristung des Alk-Verbotes auf ein Jahr floppte. Die Schaffung neuer niederschwelliger Aufenthaltsangebote (zweite „Teestube“) wird aber angedacht. (mami)