Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 11.10.2017


Innsbruck-Land

Lans baut neue Schule, Kindergarten und Krippe

Bis 2020 soll ein neues Bildungszentrum mit Volksschule, Kindergarten und Kinderkrippe die bisherigen Gebäude ersetzen. Kosten: elf Millionen Euro.

null

© Thomas Boehm / TT



Von Max Strozzi

Lans – Der Gebäudekomplex in Lans mit Gemeindeamt, Schule, Kindergarten und Kinderkrippe hat seine besten Jahre offenbar hinter sich. Das Gebäude aus den frühen 1960er-Jahren weist in Bezug auf die Anforderungen der modernen Pädagogik erhebliche Mängel auf: Keine Möglichkeit für eine vierte Klasse, zu kleine Klassenräume, es mangelt an Barrierefreiheit, Turnsälen, Nebenräumen und Freiflächen. Im Kindergarten aus dem Jahr 1996 fehlen Gruppen- und Bewegungsräume sowie Räume für die Nachmittagsbetreuung.

Unmittelbar südlich des bestehenden Gebäudes soll nun ein neues Bildungszentrum errichtet werden, das eine vierklassige Volksschule mit Hort und Normalhalle, eine zweigruppige Kinderkrippe, einen dreigruppigen Kindergarten und einen Außenbereich umfasst. Das geht aus den Unterlagen des Architekturwettbewerbs hervor, den die Gemeinde in Auftrag gegeben hat. Der einstimmige Gemeinderatsbeschluss für den Neubau erfolgte bereits vergangenen Juli, veranschlagt wurden für das Projekt insgesamt elf Millionen Euro. Baustart ist mit Frühjahr 2019 geplant, die Eröffnung mit September 2020.

„Die bestehende Schule hat den Lebenszyklus hinter sich, der Kindergarten ist an der Kapazitätsgrenze. Wir standen bereits vor Jahren vor der Wahl: Generalsanierung oder Neubau? Wir haben beschlossen, einen Neubau vorzubereiten“, erklärt der Lanser Bürgermeister Benedikt Erhard. Zwei Jahre lang sei das Projekt geplant worden und unter der Anleitung von Fachleuten ein pädagogisches Funktionsbuch geschrieben worden.

Zwei Grundstücke, auf denen das Betreuungszentrum gebaut wird, seien von der Gemeinde gekauft worden. Die vierklassige Volksschule wird laut Erhard nach dem Prinzip des offenen Lernens gestaltet. Kindergarten und Kinderkrippe würden so dimensioniert, dass auch die ca. 150 Mitarbeiter des Lanserhofs und die 80 Mitarbeiter des Sonnenparks Lans bei Bedarf ihre Kinder dort unterbringen können, geht aus den Unterlagen hervor. „Bei Vollauslastung gehen wir von insgesamt 200 Kindern im neuen Betreuungszentrum aus“, schildert der Ortschef.

Finanziert wird das Elf-Mio.-Euro-Projekt laut Erhard knapp zur Hälfte durch Förderungen von Bund und Land. Den Rest will die Gemeinde durch Grundstücksverkäufe finanzieren. „Dabei sollen Gespräche unter Einbindung der Bevölkerung geführt werden, was wir mit diesen Grundstücken machen“, sagt Erhard.

Nach dem Bau des Betreuungszentrums ist angedacht, die bestehende Schule und das Gemeindeamt abzureißen. Das Gemeindezentrum könnte laut Erhard in einen bestehenden Altbestand wechseln. In welchen, wollte er nicht verraten.