Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 14.10.2017


Bezirk Innsbruck-Land

Igler Parkplatzverbauung liegt bis 2018 auf Eis

Eine nochmalige Prüfung der Stellplatzfrage und Umplanungen haben das 5,5 Mio. Euro teure Projekt der IIG nach hinten rücken lassen.

© Andreas Rottensteiner / TTDas Haus Witsch (r.) gibt es immer noch, den Parkplatz auch. Erst 2018 soll hier gebaut werden.Foto: Rottensteiner



Von Manfred Mitterwachauer

Innsbruck – Eigentlich hätten am Igler Widumplatz schon längst die Bagger auffahren sollen. Bei der Präsentation des Siegerprojektes für die Verbauung des gebührenpflichtigen öffentlichen Parkplatzes im Juni 2016 war ein Baustart für das dritte Quartal 2017 avisiert worden. Von einer Baustelle fehlt aber bis dato jede Spur.

Der Innsbrucker Immobilien GmbH (IIG), einer Tochtergesellschaft der Stadt, gehört das Areal. Sie zeichnet auch für das 5,5 Millionen Euro teure Projekt verantwortlich. Anstatt des Parkplatzes sollen, wie berichtet, 25 betreute Wohnungen, ein Lebensmittelgeschäft (Spar), eine Arztpraxis und weitere Büroräumlichkeiten Einzug halten. Ebenso ist eine eingeschoßige Tiefgarage geplant. Um das bis zu fünf Obergeschoße hohe Gebäude realisieren zu können, muss zuvor aber das so genannte Haus Witsch abgerissen werden.

Die offenkundige Bauverzögerung erklärt IIG-Chef Franz Danler mit einer langwierigen und nochmaligen Überprüfung der neuen unterirdischen Stellplatzflächen. Bereits bei der Präsentation des Siegerentwurfs des Innsbrucker Architekten Thomas Schnizer hatte der Igler Unterausschuss moniert, mit der Anzahl der geplanten Parkplätze (52) noch nicht zufrieden zu sein. Eine zweite Tiefgaragenebene sei einfach nicht wirtschaftlich, gibt Danler über das Ergebnis der Prüfung Auskunft. Jedoch habe man durch „Optimierungen“ die Stellplatzanzahl auf 67 erhöhen können. Darüber hinaus habe sich Spar bereiterklärt, im Falle nur einer Park­ebene auf die Ausweisung eigener Parkflächen zu verzichten. Danler: „Damit kann nun jeder jeden Parkplatz nutzen.“ Offen sei nun nur noch die Frage der Bewirtschaftung – ob mit oder ohne Schranken bei der Einfahrt.

Da die Stellplatzproblematik erst vor Kurzem geklärt werden konnte, sie aber maßgeblich für alle weiterführenden Hochbauplanungen ist, sei man nun im Verzug, sagt Danler. Auch der Architekt sei derzeit noch mit den anderen Projekten beschäftigt. Wann nun genau der Startschuss erfolgen kann, will der IIG-Geschäftsführer daher auch weiter nicht nennen, nur so viel: „Der Baustart wird im Jahre 2018 sein.“

Nichts geändert hat sich indes an dem Faktum, dass die Arztpraxis vom alten Igler Rathaus in das Neubau­projekt übersiedeln soll.

Welche Art von Geschäften bzw. Büros noch ins Erdgeschoß des neuen Gebäudes kommen werden, steht noch in den Sternen. „Wir sind mit mehreren im Gespräch.“ Die Rede ist von einem Nagelstudio und einer Tabaktrafik.




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