Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 14.10.2017


Bezirk Schwaz

Drei Listen buhlen in Kaltenbach um die Macht

Beim TT-Forum am Mittwoch um 19.30 Uhr in Kaltenbach stehen die Bürgermeisterkandidaten Klaus Gasteiger und Alexander Maier sowie FP-Listenführer Hansjörg Gwiggner den Bürgern Rede und Antwort.

© Dähling (2), FPÖ (1)Klaus Gasteiger (l.), Alexander Maier (Mitte) und Hansjörg Gwiggner (r.) kämpfen bei der Bürgermeister- und Gemeinderatswahl in Kaltenbach am 12. November um Stimmen.



Von Angela Dähling

Kaltenbach – Turbulente Wochen und Monate liegen hinter der Zillertalgemeinde Kaltenbach, die nach dem Rücktritt der Mehrheit im Gemeinderat seit gut zwei Monaten ohne politische Führung dasteht. Und turbulent dürfte es im Wahlkampf auch die nächsten Wochen weitergehen. Seit gestern steht nun fest, welche Kandidaten Kaltenbach ab dem 12. November in die politische Zukunft führen wollen. Bis 17 Uhr mussten alle kandidierenden Listen und Bürgermeisterkandidaten im Gemeindeamt in Kaltenbach eingereicht worden sein.

Bekanntlich wird sich Klaus Gasteiger (er war die letzten 17 Jahre Bürgermeister in Kaltenbach) neuerlich mit seiner Bürgermeisterliste aus Sozialdemokraten und Parteilosen der Wahl stellen. Sein Herausforderer ist Alexander Maier, der erst Ende Juli nach Kaltenbach zog und mit der Neuen Liste Kaltenbach kandidiert. Als dritte Liste geht die Liste „FPÖ & Unabhängige Kaltenbacher“ an den Start. Sie wird von Hansjörg Gwiggner angeführt, wie gestern bekannt wurde. Der Angestellte wird allerdings nicht als Bürgermeister kandidieren.

Damit die Kaltenbacherinnen und Kaltenbacher im Vorfeld der am 12. November stattfindenden Wahlen alle Standpunkte und Inhalte, mit denen die jeweiligen Listen bzw. Bürgermeister-Kandidaten an den Start gehen, erfahren, veranstaltet die Tiroler Tageszeitung am kommenden Mittwoch, den 18. Oktober, ein TT-Forum im Seminarraum des Hauses am Schmiede-Platz im Ortszentrum von Kaltenbach. Auf dem Podium nehmen Klaus Gasteiger, Alexander Maier und Hansjörg Gwiggner Platz. TT-Lokalchef Manfred Mitterwachauer wird die Diskussion leiten, bei der die Bevölkerung herzlich zum Mitdiskutieren und Fragen-Stellen eingeladen ist.

„Wir haben bei der letzten Wahl das siebte Mandat um 17 Stimmen verfehlt. Nun wollen wir versuchen, es zu bekommen“, sagt Klaus Gasteiger, der damit die Mehrheit im 13 Mandatare umfassenden Gemeinderat zurückerobern will. Er wolle konstruktiv zusammenarbeiten und Ruhe und Sachlichkeit in den Gemeinderat bringen, sagt Gasteiger. Bekanntlich gelang das in der Vergangenheit nicht wirklich. Ein Problem mit Mehrheitsverhältnissen (die beiden Oppositionslisten hatten zuletzt die Mehrheit) habe er nicht, sagt Gasteiger. „Das bin ich gewohnt. Wichtig aber ist, dass die Mandatare die Gesetze kennen und sich daran halten“, sagt der Berufspolitiker.

Hansjörg Gwiggner (FPÖ & Unabhängige Kaltenbacher) ist ein Neuling auf der Politbühne. „Ich habe die Streitereien im Gemeinderat immer gut verfolgt. Wir sehen uns als kleine Oppositionsfraktion, die mit Sachlichkeit Ruhe in den Gemeinderat bringen will“, sagt er. Mandatsziele gebe es keine. „Wenn der Wähler sagt, wir sind kein Mandat wert, dann ist das sein Wille. Ich denke aber, eine größere Auswahl zu haben, ist für Wähler immer gut.“

Jede Menge Hausbesuche hat Alexander Maier bereits hinter sich. „Und durfte dabei eine sehr positive Stimmung mir gegenüber erfahren“, sagt Maier. „Wir sind eine neue Liste, daher ist jeder Mandatsgewinn ein Erfolg. Auf eine Zahl festlegen möchte ich mich nicht“, sagt der Bürgermeisterkandidat, der seine Liste als „neutral und unvoreingenommen“ bezeichnet und ebenfalls auf gute Zusammenarbeit setzt.




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