Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 31.10.2017


Exklusiv

Behördliche Abnahme zwingt Kofelbahn-Start nach hinten

Die Eröffnung der Einseilumlaufbahn wird vom 15. auf den 22. Dezember verschoben. Gastro-Pächter sind fixiert, Bergrestaurant wird nicht fertig.

© Michael KristenDie Baustelle der neue Talstation am Patscherkofel.



Innsbruck – Entweder am 14. oder 19. Dezember werden die Experten der Seilbahnbehörde aus Wien am Fuße des Patscherkofels erwartet. Um dort der neu errichteten Einseilumlaufbahn auf den Innsbrucker Hausberg die so heiß ersehnte Betriebsbewilligung zu geben. Eine Prüfung, die rund einen Tag in Anspruch nehmen wird. Dadurch müssen die Stadt und die Patscherkofelbahnen-Geschäftsführer nun aber umdisponieren.

Denn auch wenn die behördliche Abnahme der gesamten Anlage bereits am 14. Dezember vonstattengeht – die für den 15. Dezember geplante Eröffnung der neuen Kofelbahn ist nicht zu halten. Das bestätigte gestern auf TT-Nachfrage Geschäftsführer Martin Baltes: „Wir werden die Eröffnung deshalb auf den 22. Dezember verlegen müssen.“

Klarheit haben die Bahnverantwortlichen inzwischen auch, was von den Anlagen überhaupt alles zum Eröffnungstag fertig wird. Dass eben nicht alles in Betrieb gehen wird, hat BM Christine Oppitz-Plörer bereits beim Seileinzugsfest Anfang Oktober angedeutet.

Dass die Bahn ohne Abstriche fahren werde, das beteuern alle. Und auch die Talstation als solche werde vollumfänglich eröffnen, sagt Baltes. Also samt Gastro („Das Hausberg“) und Shop. Die Fertigstellung des Restaurants („Das Kofel“) in der Bergstation werde sich aber definitiv nicht mehr ausgehen, heißt es. Und es soll auch fraglich sein, ob dies noch in der heurigen Wintersaison möglich sein wird.

Fixiert haben Stadt und Patscherkofelbahnen indes, wer die beiden Gastrostationen als Pächter übernehmen wird. Im Zuge einer öffentlichen Ausschreibung konnten sich die Brüder Stefan und Michael Schlögl durchsetzen. Einschlägige Erfahrung sammelten sie auf der Trunahütte, im Tenniscafé Steinach, in der Alten Stube in Trins oder in der Maximilian-Hütte im Kühtai. Mit wechselnden Tagesgerichten aus lokalen Produkten wollen die beiden am Kofel punkten. (mami, TT)