Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 16.01.2018


Landespolitik

Oppitz-Plörer leistet AK-Kritik in Sachen Wohnen Schützenhilfe

© Thomas BöhmInnsbrucks Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer.



Innsbruck – Eine Trendwende in der Wohnbaupolitik forderte AK-Präsident Erwin Zangerl am Montag via TT von der Landesregierung ein. Er kritisiert die teils astronomischen Mietpreise in der Landeshauptstadt und eine fehlende Wohnbauoffensive mit bis zu 2000 gemeinnützigen Wohnungen pro Jahr im Land.

Innsbrucks Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer (FI) kann dem nur beipflichten. Sie legt insbesondere Wert auf das Schnüren eines allumfassenden Gesamtpakets in Sachen Wohnen: „Der Problematik kann man nicht nur mit gefördertem Wohnbau alleine begegnen.“ Für Oppitz-Plörer müsse auch in Zukunft gesichert werden, dass mit Mitteln der Wohnbauförderung errichtete Wohneinheiten „nicht auf dem freien Markt landen“. Die Bürgermeisterin will beispielsweise von einer Wohnung am Lohbach wissen, die einst von einem gemeinnützigen Bauträger gebaut, nach nunmehr über 15 Jahren aber am privaten Markt aufgeschlagen sei. Und das zum doppelten Preis von damals. Das sei auch der Grund, wieso Innsbruck gerade in den vergangenen Jahren fast ausschließlich den geförderten Mietwohnbau forcierte, sagt Oppitz-Plörer. Denn nur so habe die öffentliche Hand auch in Zukunft Zugriff auf diese Wohnungen.

Hierzu verweist Oppitz-Plörer darauf, dass es in der Landeshauptstadt noch leistbaren Mietwohnraum gebe. So liege der durchschnittliche Mietpreis pro Quadratmeter der Innsbrucker Immobilien GmbH und auch der Neuen Heimat Tirol bei knapp über vier Euro (exklusive Betriebskosten).

Bei Neubauprojekten sei aber auch eine erhöhte Dichte bzw. im Altbestand Nachverdichtung notwendig. Die Stadt sei darauf bedacht, parallel dazu ausreichend Freiflächen zu schaffen. Aktuellstes Beispiel hierfür sei die angedachte erste Stufe der Campagnebebauung in der Reichenau. (mami)