Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 02.02.2018


Landtagswahl 2018

Hagele: „Telfs braucht bürgerliche Vertretung“

Telfs Vizebürgermeisterin Cornelia Hagele, Listenzweite der VP im Bezirk Innsbruck-Land, wünscht sich eine Vertretung für die drittgrößte Gemeinde Tirols beim Land.

© Domanig



Telfs, Innsbruck – Seit 15 Jahren, seit der Landtagsabgeordneten Wilfriede Hribar, sei das „bürgerliche Lager“ der Region Telfs nicht mehr im Landtag vertreten. Das erklärte Cornelia Hagele, Listenzweite der VP im Bezirk Innsbruck-Land, gestern bei der Präsentation ihrer Wahlkampagne in Telfs. Sie möchte diesen Umstand nun ändern: „Die drittgrößte Gemeinde Tirols braucht eine Vertretung im Land.“ Hagele sitzt seit 2010 für die VP-nahe Bürgerliste „Wir für Telfs“ im Gemeinderat, seit zwei Jahren ist sie Vizebürgermeisterin. Die Wirtschaftsbundkandidatin möchte sich – wie als Ausschussobfrau in Telfs – vor allem für Umwelt- und Energiethemen einsetzen, „aber in Kombination mit der Wirtschaft, beides kann sich toll befruchten“. In diesem Zusammenhang plädiert Hagele auch für den Ausbau der Wasserkraft in Tirol – ansonsten werde man den steigenden Energiebedarf nicht decken und die Ziele der Vision „Tirol 2050 energieautonom“ nicht erreichen können. Fraktionskollege BM Christian Härting (Wir für Telfs) hofft, dass durch Hagele als „Bindeglied“ regionale Themen künftig direkter in die Landespolitik eingebracht werden können.

Eine Halbierung der Parteienförderung und der „Plakatflut“ fordern derweil die NEOS ein. „Das ganze Land ist mit Hohlkammerplakaten, Kleinplakaten und Dreieckständern zugekleistert“, kritisiert Spitzenkandidat Dominik Oberhofer. „Welche exorbitanten Summen hierfür ausgegeben werden, ist wirklich unanständig.“ Oberhofer tritt dafür ein, die Parteienförderung zu halbieren „und das Geld in viel notwendigere Projekte wie in den Ausbau von flächendeckenden Kinderbetreuungseinrichtungen oder den Breitbandausbau zu investieren“. Im Gegensatz zu den anderen Parteien würden die NEOS in ihrer Kampagne nur auf „bestehende und nutzbare Plakatflächen“, wie beispielsweise auf der Rückseite von Bussen, setzen. (md)