Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 03.05.2018


Bezirk Kitzbühel

Grüne in Kitzbühel fordern Rücktritt von FPÖ-Mandatar

© angererFPÖ-Gemeinderat und Landtagsabgeordneter Alexander Gamper gerät massiv unter Kritik. Sein Rücktritt wurde gefordert.Foto: Angerer



Kitzbühel – Die Finanzprobleme von FPÖ-Neo-Landtagsabgeordneten, Kitzbüheler Gemeinderat und Stadtparteiobmann Alexander Gamper sorgen weiterhin für Gesprächsstoff. Er war 2005 in finanzielle Turbulenzen geraten und knabbert noch heute an dem Schuldenberg. So wurde unter anderem auch seine Aufwandsentschädigung als Gemeinderat gepfändet, die TT berichtete.

Nun folgen die politischen Nachwehen. So fordern nun die Bezirksgrünen Gampers Rücktritt. „Vielen in Kitzbühel waren die finanziellen Probleme vom nunmehrigen Landtagsabgeordneten und Gemeinderat Alexander Gamper schon seit Jahren bekannt“, lässt Grünen-Bezirkssprecher Helmut Deutinger in einer Aussendung wissen. Er betont, dass ein politischer Funktionär und Abgeordneter ein Vorbild sein sollte. „Jetzt stellt es sich so dar, dass Gamper sich seine persönlichen Schulden von der Allgemeinheit, nämlich den Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern, zahlen lassen muss. Gerade von der FPÖ werden Politikerinnen und Politiker oft moralisch in Frage gestellt und wird vielfach eine Steuergeldverschwendung kritisiert. Jetzt kann Gamper beweisen, dass seine Kritik nicht nur leere Worte sind, sondern er auch selbst mit gutem Beispiel vorangeht“, sagt Deutinger.

Ansonsten nicht um eine Aussage verlegen, gibt sich der FPÖ-Politiker Gamper, auf die Forderung der Grünen angesprochen, ungewohnt wortkarg. „Dazu gibt es von mir keinen Kommentar“, sagt Gamper auf Anfrage der Tiroler Tageszeitung. (aha, TT)