Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 16.05.2018


Tirol

FPÖ gibt Transitantrag einen Korb, Ausschuss geht auf Tour

© MairDer Verkehrsausschuss wird die Kontrollstellen inspizieren.



Nichts wird es heute mit einem Allparteienantrag zum Thema Transitverkehr. Die FPÖ wird sich dem geforderten Maßnahmenkatalog nicht anschließen. „Wir erachten es für nicht sinnvoll, diese reine Symbolpolitik der Landesregierung mitzutragen", sagt Parteichef Markus Abwerzger. Allein durch die Präambel dieses Antrags entlarve sich Schwarz-Grün, so der blaue Klubobmann. Dort wird nämlich bereits auf „wiederholt einstimmige Entschließungen" des Landtags in der Transitproblematik verwiesen. Wirklich geändert habe das nichts, sagt Abwerzger. Außer, dass die Lkw-Fahrten durch Tirol und über den Brenner neue Rekordwerte erreicht haben. „Die Bevölkerung will keine neuen Anträge, sondern endlich Taten sehen." Die Klubobleute der Koalition, Gebi Mair (Grüne) und Jakob Wolf (VP), können deshalb nur noch auf die Stimmen von SPÖ, NEOS und Liste Fritz hoffen.

Das Land werde seine Möglichkeiten ausschöpfen, sagt Mair. Das sektorale Fahrverbot gehöre nachgeschärft — ob die EU dem zustimmt, bleibt fraglich. Und die Strafen für Lkw-Temposünder gehörten verdoppelt. Der Ausschuss für Verkehr wird demnächst u. a. die Kontrollstelle Radfeld inspizieren. Auch das sei ein neuer Stil, so Wolf. (mami)




Kommentieren


Schlagworte