Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 08.06.2018


Landespolitik

Begegnungszone St. Johann wächst kontinuierlich

Rund 1,5 Millionen Euro kostet bis jetzt die Umgestaltung des Ortskerns. Noch im Juli soll die vierte Baustufe abgeschlossen sein.

© Michael MaderVize-BM Hubert Almberger, Architekt Christoph Schwarz (v.?l.) und Alexander Hronek (2.?v.?r.) vom Gemeindeamt informierten die Anrainer.



Von Michael Mader

St. Johann i. T. – Zu einer öffentlichen Baubesprechung hatte am Mittwochnachmittag Wirtschaftsausschuss-Obmann und Vizebürgermeister Hubert Almberger ins Zentrum von St. Johann geladen: Er bedankte sich vor allem bei den Anrainern für ihr Mitwirken in diesem „extrem wichtigen Abschnitt in der Kaiserstraße“ und lobte auch deren Geduld. Das Lob kam auch postwendend von den anwesenden Anrainern zurück. Bis zum Juli sollte dann die mittlerweile vierte Baustufe abgeschlossen sein und auch dieser Teil zur Begegnungszone umgewandelt werden.

In diesen so genannten Shared-Space-Zonen sind alle Verkehrsteilnehmer und die Fußgänger sozusagen gleichberechtigt. Einzig das Parken bzw. Halten ist nicht prinzipiell erlaubt, sondern nur an gekennzeichneten Plätzen gestattet.

Erarbeitet worden ist das Konzept von den Architekten Christoph Schwarz und Thomas Pilz aus Graz, die auch schon etliche Shared-Space-Zonen in Kufstein umgesetzt haben. Deren Büro „AAPS“ hat im Jahr 2013 den Wettbewerb gewonnen – ihr Masterplan wird in St. Johann nun Stück für Stück umgesetzt. „Hier sehen wir gut, was es heißt, wenn man nicht an den Grundgrenzen aufhört zu bauen, sondern große Räume hat. Ich freue mich, wenn man hier von unseren Handskizzen nicht so weit weg ist“, schwärmt Schwarz.

Almberger jedenfalls hat den nächsten Abschnitt bereits im Auge: „Es geht um die Ecke beim Kaffeehaus Rainer – etwas, das mir sehr am Herzen liegt.“

Alexander Hronek vom Marktgemeindeamt erklärte, warum sich die Bauarbeiten nicht immer ganz leicht gestalteten: „Wir hatten leider auch mit unerwarteten Dingen zu kämpfen. Zum Beispiel musste die Wasserleitung auf der gesamten Länge getauscht werden. Jetzt wird noch fertig gepflastert, zwei neue Bäume stehen schon und auch die Beleuchtung wurde hergestellt. Jetzt kommt noch ein weiterer Trinkwasserbrunnen.“