Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 21.06.2018


Osttirol

Vier Asylheime sperren zu



Lienz – In Osttirol werden in den nächsten Monaten vier Unterkünfte für Asylwerber geschlossen. Das gibt Georg Mackner von den Tiroler Sozialen Diensten bekannt. Es handelt sich dabei um die Unterkünfte in Nikolsdorf, Leisach und Matrei, die mit 31. August ihre Türen schließen. Das Flüchtlingsheim in Prägraten sperrt mit 30. September zu. „Die Tiroler Sozialen Dienste versuchen, alle Bewohner dieser Heime in anderen Unterkünften im Bezirk unterzubringen“, erklärt Mackner.

In Nikolsdorf leben laut Auskunft von Bürgermeister Georg Rainer zurzeit rund 20 Personen in einer Asylunterkunft. In Prägraten und Leisach sind es einige wenige, in Matrei etwa zehn. Aus vielen Asylwerbern, die einst nach Osttirol kamen, sind inzwischen Menschen mit positivem Bescheid geworden. Das heißt, ihr Flüchtlingsstatus wurde offiziell anerkannt. Es heißt aber auch, dass sie nicht mehr von den Tiroler Sozialen Diensten betreut werden, sondern aus den Unterkünften ausziehen und sich selbst um ihren Lebensunterhalt kümmern müssen.

Ein weiterer wichtiger Grund für das Zusperren der Heime ist, dass in letzter Zeit weniger neue Asylwerber nach Österreich kamen als bisher. „Die Schließungen sind notwendig, weil es aktuell zu weniger Übernahmen aus den Bundes-Erstaufnahmezentren kommt“, begründet Georg Mackner.

An die 130 Asylsuchende befinden sich in Osttirol. Diese Zahl ist im Abnehmen begriffen. Die größte Unterkunft von insgesamt acht im Bezirk ist das Heim im Franziskanerkloster Lienz. In Dölsach gibt es ein Haus für junge unbegleitete Flüchtlinge. (co)




Kommentieren


Schlagworte