Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 09.07.2018


Innsbruck

Opposition nimmt Patscherkofel ins Visier

© Michael KristenDie Patscherkofelbahn wird den Innsbrucker Gemeinderat erneut beschäftigen. Foto: Kristen



Innsbruck – Die vergangene Gemeinderatssitzung in Innsbruck stand ganz im Zeichen der Patscherkofelbahn und der neuerlichen Mehrkosten. In der Sitzung, die diese Woche ansteht, werden sich die Mandatare noch einmal damit beschäftigen (müssen). Die NEOS bringen am Donnerstag einen dringenden Antrag ein. „Hinzuziehen von Experten für Patscherkofel-Prüfung“, so die Überschrift. Intention der beiden Gemeinderäte Julia Seidl und Dagmar Klingler: Damit die von Bürgermeister Georg Willi in Auftrag gegebene Prüfung schnell zu Ergebnissen kommt und die Menge von Akten durchforstet werden kann, „sehen wir es als dringend erforderlich an, der Kontrollabteilung zusätzliche Experten zur Seite zu stellen“.

Seidl, die im Kontrollausschuss sitzt, meint, dass die vorliegenden Unterlagen etliche Fragen aufwerfen. „Es gibt Ungereimtheiten, die darauf hindeuten, dass die Ausschreibungsunterlagen ungenügend vorbereitet wurden.“ Teilweise, so erklärt Seidl, wurden Gewerke über 100 Prozent über dem kalkulierten Budget beauftragt. Entweder wurde vorab schlecht kalkuliert, oder es gab Mängel bei der Ausschreibung. Zusätzlich zu einem Juristen wollen die NEOS der Kontrollabteilung einen gerichtlich beeideten Bausachverständigen beistellen.

Auch die Liste Fritz will sich die Patscherkofelbahn noch einmal zur Brust nehmen. In einem für heute angesetzten Pressegespräch soll laut Ankündigung mit einem Fragenkatalog Aufklärung verlangt werden. (mw)