Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 09.08.2018


Bezirk Imst

Roppen mit bester Bonität im Bezirk

Im jährlichen KDZ-Ranking der besten 250 österreichischen Gemeinden belegt die Inntalkommune Platz 150.

© ParthMit einem Notenschnitt von 1,5 landete Roppen auf Platz 150, Sölden schaffte mit 1,51 als zweite Imster Gemeinde den 160. Rang.Foto: Parth



Von Alexander Paschinger

Roppen – Bürgermeister Ingo Mayr ist stolz. Auf Roppen, auf die Arbeit im Gemeinderat – und nun auch auf die Bestätigung durch das „Kommunale Zentrum für Verwaltungsforschung“ (KDZ). Dieses führt nämlich im Auftrag des österreichischen Gemeindebundes alljährlich ein Bonitätsranking durch, was allerdings nicht der „Reihung der Reichsten“ entspricht. Bei diesem „Quick-Test“ werden Ertragskraft, Eigenfinanzierungskraft, Verschuldung und freie Finanzspitze herangezogen und nur die Top-250-Gemeinden veröffentlicht. Darunter scheint erstmals Roppen auf Platz 150 auf. Damit ist man eine von nur sieben angeführten Gemeinden aus den Bezirken Imst, Landeck und Reutte – aber jedenfalls die beste des Bezirkes Imst. „Wir sind noch vor Sölden gereiht“, zeigt sich der Roppener Bürgermeister doch einigermaßen stolz.

Der „Quick-Test“ des KDZ beleuchtet seit mehreren Jahren die Bonität der 2098 österreichischen Gemeinden. Österreichweit steht Pfaffing (OÖ) mit einem „Notendurchschnitt“ von 1,09 an der Spitze. Platz 2 geht an Grän im Außerfern mit einem Bonitätswert von 1,11, ex aequo mit St. Johann im Pongau. Fiss schaffte es auf Platz 77, Lermoos auf Platz 98, Prutz steht an 125. Stelle. Dann folgen Roppen (150) und Sölden (160) und als siebte Westtiroler Gemeinde fand Ischgl auf Rang 228 Aufnahme in diese Liste der Top 250.

Warum Roppen es mit einem Wert von 1,5 (es werden drei Jahre herangezogen) zum KDZ-Vorzugsschüler gebracht hat, erklärt Mayr in erster Linie mit dem Sparkurs: Weil mit Großprojekten wie Trinkwasserkraftwerk, Kinderkrippe und Kindergarten große Investitionen ins Haus stehen, musste entsprechend gehaushaltet werden. Hier kommt das Bonitätsranking vor allem bei den anstehenden Kreditaufnahmen zugute. Besonderen Niederschlag fand auch die Entwicklung der Arbeitsplätze im Dorf: Diese haben sich in den vergangenen 15 Jahren verdoppelt. Insgesamt zeigte der Roppener Trend von 2014 bis 2016 (Grundlage der KDZ-Erhebung) nach oben: 2014 lag man bei einem Bonitätswert bei 1,98, 2015 bei 1,36 und 2016 schon bei 1,17.




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