Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 10.08.2018


Innsbruck

Innsbruck steckt Energie in Passivhäuser

Nicht nur, dass Innsbruck weltweit die höchste Dichte an Passivhäusern in Städten mit über 100.000 Einwohnern aufweist, die Stadt errichtet mit der Innsbrucker Immobiliengesellschaft (IIG) als erste Landeshauptstadt Österreichs alle ihre Gebäude im Passivhaus-Standard.

© DaumZiehen im Kampf für Energieeffizienz an einem Strang: NHT-Chef Hannes Gschwentner, Günter Lang (Passivhaus Austria), LHStv. Josef Geisler und Innsbrucks Bürgermeister Georg Willi (v. l.).



Innsbruck – Auch wenn US-Präsident Donald Trump das anders sieht: Das Klima verändert sich und es ist hoch an der Zeit, zu handeln. Und, um es mit Innsbrucks Bürgermeister Georg Willi zu sagen: „Es nützt der schönste politische Beschluss zu den Klimazielen nichts, wenn dem nicht auch Taten folgen.“ Veränderung sei mühsam, aber es nütze nichts. Begonnen werden müsse immer ganz unten, sprich auf Gemeindeebene.

Innsbruck ist in dieser Hinsicht eine Vorzeigestadt: Nicht nur, dass Innsbruck weltweit die höchste Dichte an Passivhäusern in Städten mit über 100.000 Einwohnern aufweist, die Stadt errichtet mit der Innsbrucker Immobiliengesellschaft (IIG) als erste Landeshauptstadt Österreichs alle ihre Gebäude im Passivhaus-Standard.

Die Neue Heimat Tirol hat sich als gemeinnütziger Bauträger bereits vor rund zehn Jahren entschieden, nur noch Passivhäuser zu bauen. Mit über 4500 fertig gestellten Passiv­hauswohnungen und 600 geplanten Einheiten zählt man mittlerweile zu den größten Passivhausbauern weltweit, weiß NHT-Chef Hannes Gschwentner. „Wir leisten damit einen konkreten Beitrag zur ökologischen Nachhaltigkeit.“ Natürlich stecke auch ein bisschen Egoismus dahinter – immerhin seien die Förderungen sehr hoch. Zudem seien die Energiekosten niedrig.

Das Land Tirol hat das hehre Ziel ausgerufen, bis 2050 energieautark zu sein. „Wir haben dahingehend in den vergangenen Jahren schon viele Maßnahmen gesetzt. Bereits 55 Prozent gewinnen wir aus erneuerbarer Energie“, erklärt Landeshauptmannstellvertreter und Energielandesrat Josef Geisler. Trotzdem sei der Weg noch ein langer und steiniger. Derzeit werden jährlich zwei Milliarden Euro in fossile Energieträger gepumpt. (dd)




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