Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 12.10.2018


Innsbruck-Land

Bedarf an Tagespflege steigt stark

Das Land erhöht das Kontingent bei mobilen Pflegediensten, be­treutem Wohnen und Tages­pflege in Innsbruck-Land um 30 Prozent.

© iStockDie Abschaffung des Pflegregresses für die stationäre Pflege führt nicht nur zu Mehrkosten, sondern auch zu einem rechtlichen Chaos.



Zirl – Vorletzter Halt: Innsbruck-Land. Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg tourt derzeit durchs Land, um den Bürgermeistern der einzelnen Bezirke den Zwischenbericht zum „Strukturplan Pflege 2012–2022“ zu präsentieren. Gestern traf man sich in Zirl. Eines vorweg: „Der Bezirk Innsbruck-Land ist im Bereich Pflege gut aufgestellt. Hier ist in den vergangenen Jahren sehr viel passiert“, zeigt sich LR Tilg zufrieden. Strukturanpassungen braucht es aber trotzdem. Vor allem in den Bereichen mobile Pflegedienste, Tagespflege und betreutes Wohnen steigt der Bedarf enorm. Das Land erhöht das Kontingent deshalb um rund 30 Prozent bis zum Jahr 2022. In Zahlen: Aktuell gibt es im Bezirk 86 Tagespflegeplätze, 41 sollen hinzukommen; das Angebot beim betreuten Wohnen soll von 251 auf knapp 400 erhöht werden, die jährlichen Leistungsstunden der mobilen Dienste sollen um rund 46.000 Stunden steigen. Auch bei der Langzeitpflege wird nachgebessert. Zu den derzeit knapp 1500 Plätzen sollen 95 dazukommen. In welchen Regionen das passiert, muss noch diskutiert werden.

Die Planungsverbände haben nun zwei Wochen Zeit, um ihre Stellungnahme zum Zwischenbericht abzugeben. Ein erster Blick in die Runde der Obfrauen und Obmänner fällt auf zufriedene Gesichter. So kann sich der Aldranser Bürgermeister Johannes Strobl mit den Zahlen „gut identifizieren“, für den Bürgermeister von Zirl, Thomas Öfner, ist man „auf dem richtigen Weg“.

Der letzte Halt ist der Bezirk Reutte. Nach Eingang aller Stellungnahmen soll ein finaler Abschlussbericht des Landes vorgelegt werden. (dd)




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