Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 06.11.2018


Insbruck

„Wir werden das MCI bauen“

© TT/Julia Hammerle



In welcher Form eine Neuausschreibung für den MCI-Neubau zu erfolgen hat, ist laut LH Günther Platter (VP) noch nicht restlos geklärt. Das erklärte er gestern im Anschluss an die Regierungssitzung. Doch unabhängig von der Form und dem neuen Budgetrahmen hierfür habe das Land bereits im kommenden Budgetentwurf Vorsorge „für allfällige Kostensteigerungen" getroffen. Fix sei laut Platter derzeit aber eines: „Wir werden das MCI bauen." Wie die TT berichtete, wird bei dem Projekt eine Neuausschreibung notwendig. Die Kosten müssen aber wohl mit 120 bis 125 Millionen Euro veranschlagt werden.

Innsbrucks Bürgermeister Georg Willi (Grüne) arbeitet derzeit an Lösungen für die Parksituation, die ja die Stadt betrifft. „Wir haben im November einen Termin mit mehreren Ministerien, wo es um die Anpachtung von Flächen der Bundesgärten geht", sagte Willi. Derzeit stünden die Glashäuser teilweise leer — das wären Flächen, „die ohnehin schon versiegelt sind". Einen Trumpf habe die Stadt bei den Gesprächen mit dem Bund zudem im Ärmel, wie SP-Stadträtin Elisabeth Mayr erklärt. Damit für das Sicherheitszentrum weiterhin Helis auf dem Fußballplatz landen können, wäre es möglich, hier weiterhin Naturrasen zu verlegen. Bei einem geplanten Kunstrasenplatz wären Landungen (wegen des Granulats im Rasen) nicht möglich.

Die NEOS stellen unterdessen eine Anfrage im Landtag zu den Kosten für den MCI-Neubau. Eine Neuausschreibung sowie der Bau einer abgespeckten Variante sei nicht im Sinne der Stadt und des Landes. Das würde nur weiter Millionenkosten verursachen. „Für mich sind die mittlerweile kolportierten Kosten von 150 Mio. Euro nicht nachvollziehbar", erklärt LA Dominik Oberhofer, der fordert, dass man die angeblichen Kosten offenlegt. (mami, mw)