Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 06.11.2018


Innsbruck

Vize-BM Gruber will nicht der „böse Almgeist“ sein

© DomanigDer Neubau der Umbrüggler Alm hoch über Innsbruck bleibt ein heißes Thema für die Stadtpolitik.Foto: Domanig



Der Kontrollamtsbericht zum Neubau der Umbrüggler Alm sorgt weiter für intensive Debatten: Nun reagiert Vize-BM Franz X. Gruber (ÖVP), aktuell zuständig für die Land-, Forst- und Almwirtschaft, auf heftige Kritik der FPÖ: „Die höheren Kosten waren längst entstanden und die Umbrüggler Alm sogar schon eröffnet, bevor ich im Dezember 2015 überhaupt das Amt wieder übernommen habe", schickt er voraus, er könne daher nicht als „böser Almgeist" dienen. Das wisse auch FP-Stadtrat Rudi Federspiel, „was ihn aber nicht davon abhält, wie immer jeden anzuschwärzen". Die „schrittweise Kostensteigerung sah ich auch kritisch", so Gruber weiter, „die späteren Budgetbeschlüsse waren aber im Sinne der Sache notwendig". Sogar GR Mesut Onay (damals Grüne, jetzt ALI) habe mitgestimmt. „Es war alles öffentlich nachlesbar, vielleicht haben damals nur manche das Budget nicht genau studiert", bilanziert Gruber. „Im Sinne der Opposition ist es daher wirklich besser, solche Anträge im Gemeinderat gesondert zu beraten."

Hermann Sonntag, Geschäftsführer des Naturparks Karwendel, wiederum will Kritik der FPÖ am Ausstellungsraum in der Umbrüggler Alm so nicht stehen lassen: Der „Naturraum" samt Gebirgsrelief, gemeinsam mit dem Forstamt umgesetzt, weise starken Innsbruck-Bezug auf (47 % des Stadtgebiets liegen im Naturpark), habe allein 2017 ca. 7000 Besucher angezogen und werde zudem von Fachleuten aus Forstwirtschaft und Universitäten frequentiert. „Er passt auch perfekt zu unseren Besuchereinrichtungen an den viel besuchten Eingängen ins Karwendel", meint Sonntag. „Außerdem hat das Land Tirol die Ausstellung zu 50 Prozent gefördert." (md)