Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 08.11.2018


Landespolitik

Liebeserklärung mit Abstrichen

© Thomas Boehm / TTIm Landtag sitzt er, in die AK will er: Patrick Haslwanter (FPÖ).Foto: Böhm



Nein, um die Abschaffung der Arbeiterkammer sei es der FPÖ nie gegangen. Das versuchte FP-Landeschef Markus Abwerz­ger gestern zusammen mit LA und blauem Spitzenkandidaten für die AK-Wahl im Jänner 2019, Patrick Haslwanter, klarzustellen. Vielmehr gab es eine „Liebeserklärung" an die tüchtigen AK-Mitarbeiter im Land. Abstriche davon seien lediglich für die hohe Funktionärsebene rund um Präsident Erwin Zangerl (VP) zu machen, hieß es gestern in einer Pressekonferenz.

Einmal mehr geißelte die FPÖ die finanzielle Intransparenz innerhalb der AK. Im Besonderen aber die Wahlkampffinanzierung von Zangerl. Die FPÖ mutmaßte, dass sich selbige bei rund einer Million Euro bewege. Die Blauen, die nunmehr erstmals, wie berichtet, als Partei zur AK-Wahl antreten, wollen lediglich mit 30.000 Euro auskommen.

Inhaltlich fordern sie auch von Zangerl ein Ende des Klassenkampfes ein, wie Abwerzger sagte: „Tirol lebt vom guten Miteinander von Arbeitgebern und -nehmern." Haslwanter gab als Ziel fünf Mandate aus. Man fordert eine Wahlaltersenkung sowie das Ende für die Zwangsmitgliedschaft(sbei­träge). (mami)