Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 09.11.2018


Bezirk Imst

Pflegezentrum Gurgltal auf gutem Weg zum Ausbau

Gesundheitslandesrat Tilg auf Besuch im Bezirk. Pflege, Hospiz und Infrastruktur weiterhin Thema. Pflegezentrum Gurgltal auf Schiene.

© ParthDas Pflegezentrum Gurgltal (r.) hat die Chance auf eine Erweiterung. Das nicht vollständig unter Denkmalschutz stehende Klösterle (l.) soll teils abgerissen, teils mitgenutzt werden.Foto: Parth



Von Thomas Parth

Imst – Ein buntes Programm absolvierte vorgestern LR Bernhard Tilg, welches ihn quer durch den Bezirk Imst von der Medalp bei Mils zur Bestattung Klocker nach Längenfeld zurück nach Imst und erneut ins Ötztal nach Oetz ins Pflegeheim führte. „Seit acht Jahren, und damit seitdem ich in der Landesregierung bin, beschäftigt uns das Them­a der Palliativ- und Hospizversorgung“, informiert der Landesrat. Per 1. Juli 2019 werde es ein bezirksübergreifendes Palliativ-Team geben. Dieses soll vom Krankenhaus Zams aus die Bezirke Imst und Land­eck versorgen. Dabei werde man gut mit Ärzten, der Sozialbetreuung, den Gesundheitssprengeln und mit den Pflegeheimen zusammenarbeiten. „Unser Ziel ist es, dass niemand, flächendeckend in ganz Tirol, alleine sterben muss“, verkündet LR Tilg.

Der Imster BM Stefan Weirather stellt sich in seiner Funktion als VP-Gesundheitssprecher im Landtag an die Seite „seines“ Landesrats und lobt dessen Anstrengungen in Sachen Pflegeausbildung, Krankenhausausbau und der Finanzierung des Gesundheitssystems generell.

Quasi in eigener Sache, nämlich zum Ausbau des Pflegezentrums Gurgltal, beteuert Weirather, dass alles auf Schiene sei: „Anfänglich hat es etwas gedauert, bis wir den Baurechtsvertrag mit dem Orden abgeschlossen haben. Mittlerweile sind auch in allen Verbandsgemeinden die Grundsatzbeschlüsse für eine Erweiterung des Pflegezentrums gefasst worden.“ Der Baurechtsvertrag beschäftigt sich mit dem Klösterle, welches teils unter Denkmalschutz steht.

Dazu BM Rudolf Köll im TT-Telefonat direkt nach der gestrigen Sitzung mit dem Denkmalamt und dem Orden der Barmherzigen Schwestern, dem das Klösterle gehört: „Das Denkmalamt hat vom Orden ein bauhistorisches Gutachten eingefordert. Dieses wurde heute präsentiert. Vorab haben Heim- und Pflegedienstleitung ein Raumkonzept erstellt, das bereits von der Planerin in erste Roh­entwürfe gepackt wurde.“ Was nun noch fehle, seien ein rechtskräftiger Baubescheid inklusive Bebauungsplan sowie der Abschluss der Planungen. „Bis zum Frühjahr – sportlich gesehen“, so Köll.




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