Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 09.11.2018


Innsbruck-Land

Gemeindefusion im Wipptal eingeläutet

Die Gemeinderäte von Pfons, Matrei und Mühlbachl haben den Koope­ra­tionsvertrag einstimmig abgesegnet. Ab 1. Jänner ist Matrei das Zentrum.

© MurauerBürgermeister Alfons Rastner: "Es liegt noch viel Arbeit vor uns. Die Fusion soll aber jedenfalls vor der kommenden Wahl passieren.“



Von Denise Daum

Matrei, Mühlbachl, Pfons – Ein starkes Signal haben am Mittwochabend die drei Gemeinden Matrei, Mühlbachl und Pfons gesetzt. Sie starten – als Vorbereitung für die Fusion – mit 1. Jänner eine Kooperation. Der Vertrag dafür wurde in einem gemeinsamen Dreiergemeinderat ohne einzige Gegenstimme beschlossen. Die Finanzverwaltung, das Bürgerservice und das Meldewesen für alle drei Gemeinden befinden sich dann in Matrei.

Die Kooperation soll die Bevölkerung von der geplanten Fusion überzeugen. „Unser Bestreben ist, dass durch die Kooperation alle Vorteile einer Fusion für die Bürger spürbar werden“, erklärt Alfons Rastner, Bürgermeister von Mühlbachl. Dann sollte die Volksbefragung, die in jedem Fall vor der Fusion abgehalten werde, keine Hürde mehr darstellen.

Parallel dazu laufen die notwendigen Vorbereitungen für eine Fusion. „Da liegt viel Arbeit vor uns. Wir müssen beispielsweise alle Verordnungen angleichen und auch politisch alles vorbereiten. Es gibt dann zwar nur noch einen Gemeinderat, aber die Katastralgemeinden müssen auch dann vertreten sein“, erklärt Rastner.

Der Zeitplan ist klar: Noch vor der Wahl 2022 soll die Fusion über die Bühne gehen. Die Vorzeichen sind gut, besonders Mühlbachl und Matrei sind enthusiastisch. In Pfons ist Bürgermeister Alexander Woertz eher zurückhaltend. Er habe schon mehrmals erklärt, wie er dazu stehe. Man müsse behutsam und umsichtig vorgehen. „Schließlich entscheidet dann das Volk darüber“, so Woertz.