Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 09.11.2018


Landespolitik

MCI-Beirat fordert raschen Baustart

© Repro: TTDer Siegerentwurf im Architekturwettbewerb für den Neubau des MCI am Fennerareal in Innsbruck. Um die Kosten tobt ein Streit.



„Eine Neuausschreibung würde kein besseres Ergebnis ergeben, sondern lediglich massive Folgekosten und Risiken nach sich ziehen." Mit diesen Worten forderten gestern die MCI-Beiratsvorsitzenden Oswald Wolkenstein und Wolfgang Eichinger Land wie Stadt Innsbruck auf, das einst gekürte Siegerprojekt für den MCI-Neubau umgehend und ohne weitere Zeitverzögerungen zu realisieren. „Die Feststellung, dass das aktuelle Vorhaben den Kostenrahmen sprengen würde, ist nicht nachvollziehbar", sagen die beiden. Eine Preiserhöhung von mindestens 25 Prozent auf die vom Landtag 2015 beschlossenen Kosten bis zur geplanten Fertigstellung im Jahr 2022 sei nicht überraschend, sondern folgerichtig.

Wie berichtet, dürfte das Land rechtlich aber kaum um eine Neuausschreibung herumkommen. Die ursprünglichen Pläne, so heißt es, hätten sogar zu Kosten von 150 Mio. € geführt, wäre das Projekt zwischenzeitlich nicht gestoppt worden. Nun könnte ein Generalunternehmer beauftragt werden.

Die MCI-Beiräte warnen aber jetzt davor, dass neue Verzögerungen Folgekosten durch weitere Fremdmieten und Ähnliches in der Höhe von drei Millionen Euro pro Jahr verursachen könnten.

Indes haben die betreffenden Siegerarchitekten dem Land laut einem Bericht des Kurier eine Frist im Finanzstreit bis Mitte November gesetzt. Lenke das Land nicht ein, werde der Rechtsweg beschritten, heißt es. (TT)




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