Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 20.11.2018


Politik in Kürze

Platter: An Europa führt kein Weg vorbei

© zanonMaurizio Fugatti (l.), der Südtiroler Landeshauptmann Arno Kompatscher und Tirols Landeshauptmann Günther Platter.



"Jungärzte sind keine Sekretariatsmitarbeiter, sie sollen etwas lernen und brauchen dazu die besten Mentoren", meint die Klubobfrau der Liste Fritz, Andrea Haselwanter-Schneider. Sie reagiert damit auf die von der Ärztekammer erhobene Forderung, mehr Ausbildungsplätze an Tirols Spitälern für Jungärzte zu schaffen. Eine Koordinationsstelle, wie sie ÖVP-Landesrat Bernhard Tilg vorgeschlagen habe, hält die Liste Fritz für nicht ausreichend. Seine Aufgabe sei es, nach Bedarf nachzujustieren und dem Zusammenarbeitsvertrag zwischen Land und Bund endlich Leben einzuhauchen. Anders sehen es die NEOS. Mit rund fünf praktizierenden Ärzten je 1000 Einwohner liege Österreich im OECD-Vergleich weit vorne. In Tirol würden daher nicht zu wenig Mediziner ausgebildet. „Einen Mangel an Ärzten gibt es in Österreich nicht, es gibt Schwächen in der Struktur der Versorgung", erklärt NEOS-Gesundheitssprecher Gerald Loacker. Die NEOS fordern, Primärversorgungseinheiten zu etablieren.

Für LH Günther Platter (VP) gibt es keine „Alternative zu Europa und der Europaregion Tirol". Gestern gab es das erste Zusammentreffen mit dem Trentiner Landeshauptmann Maurizio Fugatti von der rechtsgerichteten Lega. „Fugatti ist der vierte Landeshauptmann aus dem Trentino, mit dem ich zusammenarbeite. Bisher hat es gut funktioniert", sagt Platter. Fugatti gab sich noch zurückhaltend, er habe laut Platter aber erklärt, dass er sich ebenfalls eine gute Zusammenarbeit wünsche. Bei einem Treffen sollen jetzt Euregio-Inhalte vertieft werden. (aheu, pn)