Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 22.11.2018


Innsbruck

Hungerburg: „Gefahr im Verzug“



Im Dezember entscheidet der Innsbrucker Gemeinderat über die Parkraumbewirtschaftung auf der Hungerburg. Wie berichtet, sollen etwa 200 Parkplätze bewirtschaftet werden. Damit sollen nicht nur die Anrainer entlastet, sondern es soll auch für Sicherheit gesorgt werden. Der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Hungerburg, Christof Schlenz, hat sich vor Kurzem an den Gemeinderat gewandt und in einer Mail Alarm geschlagen: „Die Verkehrs- und Park-Eskalation auf der Hungerburg und entlang der Forstwege hat nun durch dauerparkende und Ausflugs-Pkw Dimensionen erreicht, die Sachwerte und sogar Menschenleben gefährden!", schreibt Schlenz. So hätte die Feuerwehr an einem Sonntag aufgrund parkender Pkw gar nicht ausrücken können. Schlenz ortet Gefahr in Verzug. Abhilfe, so ist er sich sicher, schüfen nur Kontrolle und entsprechende Konsequenzen.

Dass die ÖVP das Parkraumkonzept auf der Hungerburg zuletzt als „unausgegoren" bezeichnete, erstaunt Grünen-Klubobfrau Renate Krammer-Stark. „Wenn die ÖVP jetzt auf einmal die Parkraumbewirtschaftung am Wochenende in Frage stellt, möchte ich anregen, den Koalitionspakt noch einmal zu lesen und mit dem für die Feuerwehr zuständigen ÖVP-Vizebürgermeister zu sprechen", sagt Krammer-Stark.

Auch bei Hanns-Christoph Nägerl von der Initiative „Baukultur und Lebensraum Hungerburg" stößt die ÖVP-Meldung auf Verwunderung. In zahlreichen Sitzungen und Begehungen sei alles zum Thema Kurzparkzone geklärt worden. Die Hungerburg benötige eine Bewirtschaftung werktags und am Wochen­ende. (TT)