Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 23.11.2018


Bezirk Schwaz

Fügener Gemeinderat stimmt für 40er im Ort

© Eva-Maria Fankhauser



Die Gemeinde Fügen will künftig die Raser im Ortsgebiet einbremsen. Wie berichtet, hat eine Geschwindigkeitsüberprüfung ergeben, dass sich zwar der Großteil der Lenker an die vorgegebenen Beschränkungen hält oder diese nur minimal überschreitet. Doch einige Ausreißer bescheren der Gemeindeführung und den Bürgern Sorgenfalten. „Vom Kapfinger Feuerwehrhaus talauswärts wurde ein Raser mit über 100 km/h statt der erlaubten 50 km/h gemessen", sagte Bürgermeister Dominik Mainusch bei der Gemeinderatssitzung am Mittwochabend. Radarkästen sollen laut ihm aber das letzte Mittel zum Einbremsen der Raser sein. Daher soll ein 40er für das gesamte Dorfgebiet eingeführt werden.

„Das geht laut BH Schwaz aber nur, wenn wir drei großräumige 30er-Zonen einrichten", erklärte Mainusch. GR Christian Hotter pocht eher auf bauliche Maßnahmen wie Schwellen. GV Tin­o Schmidhofer begrüßt den 40er: „Es braucht eine Signalwirkung nach außen."

Die ersten Vorschläge für die 30er-Beschränkung im Ortszentrum samt Marienberg, Kleinboden und Kapfing sind dem Gemeinderat bis dato zu weit gefasst. Das müsse man laut BM Mainusch noch genau eruieren. „Aber das Prozedere mit Gutachten und allem dauert ohnehin einige Monate", sagt er. Auch eine Begegnungszone vom Hotel Sonne bis zur Kirche ist geplant.

Einstimmig wurde der Startschuss für die 40er-Beschränkung im Gemeinderat beschlossen. Nun muss ein Verkehrsgutachten erstellt werden, das dann der Überprüfung der Bezirkshauptmannschaft standhalten müsse. (TT)