Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 24.11.2018


Bezirk Imst

Mötz baut am Zentrum und will Schutz gegen Straße

Der Zubau eines Pavillons sollte bald bauverhandelt werden, bei der Ansiedelung eines Nahversorgers braucht es noch Gespräche.

© PaschingerDie bestehenden Lärmschutzwände sind zu niedrig und lückenhaft.



Mötz – Drei große Projekte beschäftigen derzeit die Mötzer Dorfpolitik – und nicht nur diese. Denn der unzureichende Lärmschutz an der Mötzer Straße führte sogar zu einer (noch nicht beantworteten) Anfrage der Liste Fritz im Landtag. Im Gemeinderat selbst wurde in der letzten Sitzung wieder über zwei Großprojekte gesprochen: die Ansiedelung eines Nahversorgers und den Zubau zum Pavillon, der endlich Ausschank, Stauraum und Sanitäranlagen erhalten soll.

Die beiden Vorhaben befinden sich im Mötzer Ortszentrum direkt einander gegenüber. Der Bauträger Madeco errichtet dort ein Gebäude mit unter anderem zwölf Wohnungen. Im Erdgeschoß soll MPreis gemeinsam mit der Lebenshilfe ein Lebensmittelgeschäft betreiben. Auch die Gemeinde soll als Käufer der Geschäftsräumlichkeiten eingebunden sein. „Wichtig ist, dass alle vier Partner im Boot sind“, will Bürgermeister Michael Kluibenschädl den anstehenden Verhandlungen nicht vorgreifen.

Konkreter ist es hingegen schon in Sachen Pavillon. Dem Gemeinderat wurden bei der letzten Sitzung die Pläne vom Architektenteam vorgestellt. Allein, die geschätzten Kosten von rund 355.000 Euro ließen so manchen Mandatar schlucken. „Das ist aber der maximale Preis“, sagt Kluibenschädl. Man wolle den Pavillon ganzjährig betreiben, brauche dafür aber eine kleine Küche, Ausschank und WC. Hier ist die Gemeinde bereits sehr konkret unterwegs: „Die Bauverhandlung findet in drei Wochen statt, im Frühjahr werden wir anfangen“, ist der Dorfchef zuversichtlich.

Im neuen Gebäude im Dorfzentrum soll ein Nahversorger entstehen.
- Paschinger

In Bezug auf Lärmschutz ist seine Zuversicht hingegen auf die Probe gestellt: „Seit zwei Jahren haben wir unseren Gemeindeanteil in der Höhe von 30.000 Euro im Budget eingeplant.“ Doch immer gab es irgendetwas anderes, das seitens der Straßenverwaltung vorgezogen wurde. „Es wird ja nicht billiger“, drängt der Dorfchef auf baldige Erhöhung und Verlängerung der Lärmschutzwände. (pascal)

Der Pavillon gegenüberbekommt einen großzügigen Anbau.
- Paschinger



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