Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 26.11.2018


Bezirk Kufstein

Generalkur für Brixlegger Volksschule

© Vor mehr als 50 Jahren wurde die Brixlegger Volksschule (links) errichtet und soll im nächsten Jahr mit großem Aufwand saniert werden. Bürgermeister Rudi Puecher (rechts) spricht von Kosten in der Höhe von mehr als sieben Millionen Euro.Fotos: Zwicknagl



Die Sanierung der Volksschule ist für BM Rudi Puecher schon seit einigen Jahren das große Ziel. „Schließlich ist die frühere Modellschule mit dem Atrium in die Jahre gekommen. Sie wurde vor über 50 Jahren gebaut und braucht jetzt eine Generalkur", sagt der Brixlegger Gemeindechef. Im Haus sind sechs Klassen der Volksschule und zwei Klassen Sonderpädagogik für acht Gemeinden untergebracht.

Im Frühjahr sollen die Umbauarbeiten gestartet werden. Der Bürgermeister spricht von Kosten in der Höhe von 7,4 Millionen Euro brutto. Das sei aber die Schmerzgrenze, betont er. Von den Fenstern bis zur Wärmedämmung und der thermischen Sanierung reicht die Palette. Nach außen hin werde es keine großen Veränderungen geben. Bei einem Architektenwettbewerb habe man die optimale Variante gefunden. Vorsorge getroffen werde dabei auch für die schulische Nachmittagsbetreuung, zudem soll ein Bewegungsraum geschaffen werden. Alles in allem sei es das Ziel, den Passivhaus-Standard zu erreichen.

Schon in den Jahren 2006 und 2007 wurde viel in das Schulwesen investiert. Damals wurde gemeinsam mit Münster der Bau der Neuen Mittelschule realisiert. 6,2 Millionen Euro netto kostete damals das Vorhaben, wie BM Puecher aufzeigt.

Wenn die Bautrupps aufmarschieren, muss der Schulbetrieb der Volksschule und Sonderpädagogik in die Neue Mittelschule verlegt werden. „Uns ist bewusst, dass es da einen eingeschränkten Betrieb gibt — und zwar bis Weihnachten. Das ist auch für das Lehrerteam unter Renate Reisigl eine Herausforderung", meint Puecher. Er rechnet mit einem Baustart im Mai. Die Nutzergespräche mit den Lehrern seien sehr gut verlaufen, wie er betont.

Im Visier hat der Bürgermeister auch eine Begegnungszone im Zentrum. Gemeint sei vor allem der Bereich Marktstraße. Dafür gebe es einen Wettbewerb. (zw)