Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 18.12.2018


Bezirk Kufstein

Für neuen Lift tickt die Uhr

Abbruchbescheid für Liftstützen der alten Sonnwendjochbahn in Kramsach ist da. Verein hofft auf Unterstützung der Gemeinden.

Der Breitenbacher Gemeinderat stimmte in seiner jüngsten Sitzung dem Beitrag von 30 Euro pro Einwohner zu.

© OtterDer Breitenbacher Gemeinderat stimmte in seiner jüngsten Sitzung dem Beitrag von 30 Euro pro Einwohner zu.



Breitenbach – Langsam rücke der Bau eines neuen Liftes auf das Sonnwendjoch in greifbare Nähe, meinten der Vorstandsvorsitzende der „Naturjuwel Rofan eGen“ Klaus Wannenmacher und der zweite Aufsichtsratsvorsitzende Lothar Moser bei der jüngsten Breitenbacher Gemeinderatssitzung. Wie bereits berichtet, trat Breitenbach vor Kurzem der Genossenschaft mit maximal 50 Anteilen zu je 100 Euro bei, forderte für die Zahlung von 30 Euro pro Einwohner aber konkretere Informationen. Die Zeit für den Bau eines neuen Lifts dränge nun sehr, da der Abbruchbescheid für die 50 Jahre alten Liftstützen bereits da ist. Aber man habe aufgrund des laufenden Projektes nochmals bis Ende Jänner 2019 Aufschub erhalten.

Die will aber der Verein für den neuen Lift nutzen. „Wenn das Projekt scheitert, wird es wohl nie wieder einen Lift auf das Sonnwendjoch geben und der wunderschöne Zireiner See ist für viele dann nicht mehr erreichbar“, befürchtet Wannenmacher. Allerdings will man es auf keinen Fall so weit kommen lassen. Die Kosten für den Neubau belaufen sich auf rund 5,7 Millionen Euro inklusive den Nebenkosten. Zur Finanzierung benötige man neben Geld des Landes und des TVB einen Pro-Kopf-Einwohner-Beitrag von 30 Euro der acht Gemeinden aus dem Planungsverband 26 (Brandenberg, Münster, Reith, Alpbach, Brixlegg, Rattenberg und Radfeld) sowie der Gemeinde Breitenbach. Sollten alle Gemeinden dem Projekt mit den 30 Euro pro Einwohner beitreten, fehlen für die Finanzierung des neuen Liftes nur noch knapp 200.000 Euro, zeigte man sich optimistisch und verwies auf die Tatsache, dass Münster, Brandenberg und Radfeld bereits zustimmten.

Ab 2020 soll der neue Doppelsessellift dann ausschließlich in den warmen sechs Monaten des Jahres betrieben werden. Das Wandergebiet auf dem Sonnwendjoch wolle man zwar attraktiver machen, allerdings wurde die Idee eines rund drei Kilometer barrierefreien Wanderwegs, dessen Kosten auf rund zwei Millionen Euro beziffert wurden, vom Naturschutz strikt abgelehnt. Daher wird derzeit ein naturfreundlicher Weg bis zum Zireiner See geplant.

Der Breitenbacher Gemeinderat stimmte zu, die 30 Euro pro Einwohner zu bezahlen, wenn auch alle anderen Orte mitmachen. (fh)

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