Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 07.01.2019


Politik in Kürze

RoLa laut Hörl „zu wenig attraktiv“

Die Kapazität von 200.000 Stellplätzen auf der Rollenden Landstraße (RoLa) müsste ausgebaut werden, sagt Franz Hörl.

© TT / Thomas BöhmDie Kapazität von 200.000 Stellplätzen auf der Rollenden Landstraße (RoLa) müsste ausgebaut werden, sagt Franz Hörl.



Für Medienkunde als Schulfach bzw. als Querschnittmaterie in den Lehrplänen setzt sich SPÖ-Landtagsabgeordneter Benedikt Lentsch ein. „Junge Internetnutzer sind zunehmend verunsichert und leicht manipulierbar. Ihre Entscheidungen im Internet treffen sie häufig fremdgesteuert, da ihnen eine durch Algorithmen zugeschnittene Filterblase nur noch gewisse Inhalte anbietet." Junge Menschen bräuchten daher Unterstützung bei der Mediennutzung, um kritische Beobachtung zu lernen, meint Lentsch. Dementsprechend sei die Aus- und Fortbildung der Lehrer zu gestalten.

Franz Hörl, ÖVP-Nationalratsabgeordneter und Landesobmann des Tiroler Wirtschaftsbundes, fordert dringend Verbesserungen bei der Rollenden Landstraße (RoLa). Dies sei ein wichtiger verkehrspolitischer Auftrag für das neue Jahr. „Derzeit gibt es zu viele Schwächen, die eine Attraktivierung der Schiene erheblich erschweren", sagt Hörl. Als Beispiel nennt er eine Ausfallquote der Züge von bis zu 40 Prozent. Auch die Blockabfertigung und die Kontrollen des Straßenerhalters Asfinag sowie jene an der Grenze Richtung Bayern würden immer wieder dafür sorgen, dass Lkw die gebuchten Züge nicht rechtzeitig erreichen würden. „Dies alles trägt dazu bei, dass die RoLa nicht im gewünschten Volumen genützt wird", betont Hörl nach einem Gespräch mit den RoLa-Verantwortlichen. Die Kapazität von 200.000 Stellplätzen gelte es bestmöglich zu nutzen und auszubauen.

Schärfere Bestimmungen im Grundverkehrsgesetz fordert erneut FPÖ-Landesparteiobmann Markus Abwerzger. „Die schwarzgrüne Landesregierung hat in der Frage der Freizeitwohnsitze kapituliert. Seit Jahren lasten auf den Bürgermeistern mehr und mehr Aufgaben, da ist es einfach nicht möglich, die Kontrollen genau durchzuführen." Freizeitwohnsitze seien der Preistreiber am Immobilienmarkt, sagt Abwerzger.

Südtirols Autonomie bleibe gewahrt, freut sich Südtirols Landeshauptmann Arno Kompatscher. Die geplante Verfassungsänderung zur Reduzierung der Senatswahlkreise in der Region Trentino-Südtirol sei abgeändert worden. „Südtirol wird weiter drei Senatoren stellen." Kompatscher hatte bereits Bundeskanzler Sebastian Kurz und damit Österreich als Schutzmacht alarmiert. (aheu)

„Junge Menschen brauchen eine Unterstützung bei der Mediennutzung, um kritische Beobachtung zu erlernen", so Benedikt Lentsch (SPÖ-Landtagsabgeordneter).
„Junge Menschen brauchen eine Unterstützung bei der Mediennutzung, um kritische Beobachtung zu erlernen", so Benedikt Lentsch (SPÖ-Landtagsabgeordneter).
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