Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 07.01.2019


Innsbruck-Land

FPÖ-Kritik an Schneeräumungs-Stopp im Venntal

„Es kann nicht sein, dass man im Oktober etwas beschließt und die Gemeinde von einer jahrzehntelangen Normalität abgeht“, kritisiert Abwerzger die Einstellung der Schneeräumung im Venntal durch die Gemeinde Gries am Brenner.

FPÖ-Chef Markus Abwerzger.

© Johanna BöhmFPÖ-Chef Markus Abwerzger.



Gries a. Br., Innsbruck — „Absolut unverständlich" ist für FPÖ-Landesparteiobmann Markus Abwerzger die Einstellung der Schneeräumung im Venntal durch die Gemeinde Gries am Brenner (die TT berichtete). „Es kann nicht sein, dass man im Oktober etwas beschließt und die Gemeinde von einer jahrzehntelangen Normalität abgeht", kritisiert Abwerzger, der auf „etwaige rechtliche Problematiken" verweist: „Wenn schon Jahrzehnte geräumt wurde, ist es rechtlich zu prüfen, ob nicht dennoch eine Verpflichtung der Gemeinde vorhanden ist." Die Gemeinde müsse die Sicherheit der Bewohner im Venntal garantieren, „auch im Hinblick auf die Zufahrt von Blaulichtorganisationen im Notfall". Zudem verweist Abwerzger auf die wirtschaftliche Situation der dortigen Jausenstation. Sein Fazit: Die Gemeinde Gries müsse den Bewohnern entgegenkommen, „denn die finanziellen und organisatorischen Belastungen sind unzumutbar". Speziell BM Karl Mühlsteiger dürfe sich „nicht der Verantwortung entziehen". Besorgnis um die Sicherheit im Venntal brachte gestern angesichts der angespannten Schnee- und Lawinensituation auch FPÖ-Verkehrssprecherin Evelin Achhorner zum Ausdruck. Obwohl die Gemeinde „früher bei Lawinengefahr den Zufahrtsschranken gesperrt" habe, sei das gestern zunächst nicht der Fall gewesen. „Ich wurde darüber informiert, dass am Vormittag auf der Zufahrtsstrecke zur Jausenstation eine Lawine abgegangen ist und der Schranken nicht zu war." Ab ca. 14.30 Uhr war die Zufahrt dann laut TT-Informationen aber gesperrt. (TT)




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