Letztes Update am Fr, 01.02.2019 06:06

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Bezirk Kufstein

Angath sagt Nein zum Wasserverband Unteres Unterinntal

Eine Zwangsverpflichtung der Gemeinde durch die restlichen bereits feststehenden Verbandsmitgliederorte Wörgl, Kundl, Breitenbach, Kramsach, Brixlegg und Rattenberg dürfte nur schwer möglich sein.

Der Angather Gemeinderat.

© OtterDer Angather Gemeinderat.



Von Wolfgang Otter

Angath – Die Gemeinde Angath wird dem Wasserverband Unteres Unterinntal zum Bau des Innhochwasserschutzes nicht beitreten. Das beschloss der Gemeinderat am Donnerstagabend in seiner Sitzung. Der Ort hätte daraus keinerlei Nutzen gezogen, wie die Mandatare festhielten. Wie berichtet, hätte Angath keine Kosten am Bau oder der Erhaltung der Schutzanlagen übernommen. Angath hätte allerdings rund 76 Hektar Retentionsflächen für 1,3 Millionen Kubikmeter Wasser stellen sollen.

Eine Zwangsverpflichtung der Gemeinde durch die restlichen bereits feststehenden Verbandsmitgliederorte Wörgl, Kundl, Breitenbach, Kramsach, Brixlegg und Rattenberg dürfte nur schwer möglich sein. Im Falle von Radfeld, das ebenfalls dem Verband beitreten soll, wird eine derartige Verpflichtung per Bescheid angedroht. Dort steht die Gemeinderatssitzung zu diesem Punkt noch an.

In Summe 18 Kilometer Mauern und Dämme sowie drei Retentionsräume, in denen im Notfall das verdrängte Innwasser zwischengeparkt wird, sieht das Hochwasserschutzprojekt für das Untere Unterinntal vor. Diese bewusst überschwemmten Gebieten sind in Kramsach sowie Radfeld und Kundl sowie in Angath.

Was Angath anbelangt müssen die restlichen sieben Mitgliedergemeinden versuchen, mit den Grundbesitzern für die Retentionsflächen einen Privatvertrag abzuschließen.

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In Summe werden rund 250 Millionen Euro von Bund, Land und Gemeinden getragen. Mit den geplanten Maßnahmen werden 160 Hektar Bauland und 2.00 Häuser vor Hochwasser geschützt, wie das Land bekanntgab.