Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 14.03.2019


Bezirk Schwaz

Opposition in Vomp machtlos bei Logistikzentrum

Der Ball liegt bei den zwölf VP-Gemeinderäten, da die Grünen zwei und die SPÖ fünf Mandate haben.

So könnte das Logistikzentrum nach Plänen, die DB Schenker vor einem Jahr vorlegte, aussehen.

© SchenkerSo könnte das Logistikzentrum nach Plänen, die DB Schenker vor einem Jahr vorlegte, aussehen.



Vomp – Wenn alle Auflagen erfüllt werden und alle Gutachten positiv sind, dann muss sich ein Projektwerber auf eine Widmung verlassen können. So sieht es, wie berichtet, der Vomper Bürgermeister Karl-Josef Schubert (VP), dessen Liste mit zwölf Mandataren die absolute Mehrheit im Gemeinderat hat. So gesehen stehen die Zeichen für den Bau des DB Schenker Logistikzentrums in Vomp-West gut.

Grünen-GR Stephanie Jicha ist nach wie vor gegen das Projekt. „Vomp bringt es mehr Nachteile als Vorteile“, meint sie. „Luft-, Lärm- und Verkehrssituation verschlechtern sich. Und die 250 Arbeitsplätze sind nicht neu, sie werden nur verlagert.“ Der Ball liege bei den zwölf VP-Gemeinderäten, da die Grünen zwei und die SPÖ fünf Mandate haben. SPÖ-GV Hubert Scheiber sieht das Projekt auch kritisch. Bei der heutigen Clubsitzung wollen sich die SP-Mandatare abstimmen. Letztlich fehle es aber noch an Infos, die erst durch Einblick in die Gutachten zugänglich würden. Laut Jicha werden in Vomp jetzt viele kritische Bürgerstimmen laut. „Zunächst müsste eine Widmungsauflage beschlossen werden, zu der jeder, also auch Bürger anderer Gemeinden, eine Stellungnahme abgeben kann. Erst danach erfolgt die endgültige Abstimmung zur Widmung“, informiert sie über die Möglichkeit, Einsprüche geltend zu machen. (ad)


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