Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 26.03.2019


Bezirk Reutte

FPÖ will mit drei Röhren von Reutte ins Inntal

Bei einer Diskussionsveranstaltung in Lermoos traten FPÖ-Bezirksobmann Fabian Walch und Verkehrssprecherin LA Evelyn Achhorner vor rund zwei Dutzend Interessierten erneut für die Großlösung des Tunnelbaus ein.

Ließ kein gutes Haar an der Verkehrspolitik des Landes: FPÖ-LA Evelyn Achhorner.

© NikolussiLieß kein gutes Haar an der Verkehrspolitik des Landes: FPÖ-LA Evelyn Achhorner.



Von Hans Nikolussi

Lermoos – „Drei Tunnels bauen und das Verkehrsproblem im Außerfern ist gelöst“, so die Meinung der Freiheitlichen Partei. Bei einer Diskussionsveranstaltung in Lermoos traten FPÖ-Bezirks- obmann Fabian Walch und Verkehrssprecherin LA Evelyn Achhorner vor rund zwei Dutzend Interessierten erneut für die Großlösung ein. Diese führe von Reutte unterm Tauern nach Heiterwang, bei Bichlbach ins Fernpassmassiv und via Nassereith durch den Tschirgant ins Inntal. „Fakt ist, dass gerade auch die Wirtschaft ein Gesamtpaket fordert. Klar muss allerdings sein, dass ein 7,5-Tonnen-Limit permanent gilt. Es darf keine neue Transitstrecke entstehen“, konkretisiert die FPÖ-Verkehrssprecherin. Der Vorteil für die Bevölkerung wäre eine Verbindung der deutschen A7 mit der Inntalautobahn, ohne auch nur einen Ort zu tangieren. Auf den untergeordneten Straßen könnte damit der Verkehr flüssig gehalten werden.

Für ein Teilstück ihrer Vision, den Tschirganttunnel, haben die beiden Schützenhilfe von Verkehrsminister Norbert Hofer erhalten. Er ließ letzte Woche wissen, dass die Planungen wieder aufgenommen werden.

In Lermoos ließen Walch und Achhorner kein gutes Haar an der Tiroler Verkehrspolitik: „Es wird nur geredet und viel zu wenig gehandelt.“ Die grüne Handschrift in diesem Kontext bezeichneten sie als „Frotzelei“. Die teure Bahnvariante für nur wenige Leute wäre nichts anderes als mutwillige Geldvernichtung und auch dem Fernpass-Scheiteltunnel erteilten sie eine klare Absage. Unterstützung kam von Maria Zwölfer.

Als Gegner des Vorhabens meldete sich der Nasserei­ther Bürgermeister Herbert Kröll. Er befürchtet, wie viele Bürger auch, dass durch die große Lösung eine weitere Lkw-Route aufgemacht würde, die niemand wolle. Laut und emotional ging es bei der Diskussion zu. Die Stimmung ließe sich mit „wütender Resignation“ beschreiben. Ein Tschirganttunnel brächte zwar Entlastungen für das Gurgltal und das Mieminger Plateau, ließe aber das Außerfern weiterhin im Verkehr ersticken, war die Meinung der meisten Anwesenden.

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