Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 17.04.2019


Osttirol

Grenzübergreifender Städtebund für Hauser guter Schritt

Der freiheitliche Nationalrat lobt die strategische Kooperation zwischen Bruneck, Lienz, Spittal an der Drau und Hermagor.

"Es geht um die Erreichbarkeit der Region, die eine Grundvoraussetzung für den Aufschwung ist", sagt Gerald Hauser.

© Christoph Blassnig"Es geht um die Erreichbarkeit der Region, die eine Grundvoraussetzung für den Aufschwung ist", sagt Gerald Hauser.



Von Christoph Blassnig

Lienz – Seit zwei Jahren gibt es Bestrebungen zur verstärkten Zusammenarbeit der vier Städte Bruneck, Lienz, Spittal an der Drau und Hermagor. Die jeweiligen Stadtparlamente verabschieden derzeit eine Charta, also ein Regelwerk für künftige Kooperationen im „Süd Alpen Raum“, die TT berichtete.

In einer Aussendung meldete sich der freiheitliche Nationalrat Gerald Hauser (FPÖ)zu Wort. Hauser ist auch Obmann des Tourismusausschusses im österreichischen Parlament. „Ich begrüße die Städtekooperation als wichtigen strategischen Schritt.“

Mit dem Zusammenschluss werde es in Zukunft leichter sein, in einer zusehends globalisierten Welt Regionen über die Grenzen hinweg zu unterstützen, meint der Nationalratsabgeordnete. „Solche sinnvollen Initiativen werden letztendlich dazu beitragen, dass die regionale Wirtschaft in Oberkärnten und Osttirol mit dem Wirtschaftsraum Südtirol verbunden wird und dadurch der Tourismus und die Wirtschaft in den Regionen gestärkt werden.“

Weiters spricht Hauser in der Aussendung die Erreichbarkeit der Region an. Themen wie der Plöckenscheiteltunnel oder der Flughafen Nikolsdorf könnten durch geschlossenes Auftreten eines größeren Raumes leichter politisch argumentiert werden. Darauf angesprochen, relativiert der Abgeordnete: „Der Plöckenscheiteltunnel ist derzeit kein aktives Projekt. Dennoch laufen im Hintergrund natürlich Gespräche.“ Ähnlich verhalte es sich mit dem Flugplatz in Nikolsdorf. „Es hat immer und wird weiters Bestrebungen geben, für dieses interessante Anliegen eine Lösung zu finden.“ Inhaltlich wolle er dazu nicht weiter in die Tiefe gehen, bevor nicht konkrete Schritte unternommen werden könnten. „Es geht um die Erreichbarkeit der Region, die eine Grundvoraussetzung für einen Aufschwung ist.“

Überhaupt kein Thema für Osttirol sei die Alemagna, versichert Hauser. „Das wird es sicher nicht geben.“