Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 20.04.2019


Bezirk Schwaz

Logistikzentrum ist Terfener Liste Dorn im Auge

Terfener Vizebürgermeister wollte Info-Gespräch mit Nachbargemeinderat zum geplanten Logistikzentrum. Doch Vomper Ortschef lässt keine Beeinflussung zu.

Ob auf dem ehemaligen Schotterabbauareal ein Logistikzentrum oder andere Betriebe hinkommen, ist nach wie vor unklar.

© TransitforumOb auf dem ehemaligen Schotterabbauareal ein Logistikzentrum oder andere Betriebe hinkommen, ist nach wie vor unklar.



Von Eva-Maria Fankhauser

Terfens, Vomp – Die Unruhe wächst. Immer mehr Vomper und Terfener wollen endlich wissen, ob auf der ehemaligen Schotterabbaufläche in Vomp ein Logistikzentrum der Firma DB Schenker entsteht oder nicht. Die Strategische Umweltprüfung (SUP) ist noch nicht abgeschlossen.

„Stetig kommen Leute auf uns zu und wollen wissen, wie es aussieht“, sagt VBM Hans Hußl (Liste TOM) aus Terfens. Man verstehe, dass dort ein Industriegebiet vorgesehen ist, aber das Logistikzentrum sorge für viele Bedenken bei den Vomperbachern, die direkt angrenzend wohnen. „Daher wollte ich mit meiner Liste einen gemeinsamen Termin mit den Vomper Gemeinderäten – damit wir uns austauschen können“, sagt Hußl. Er wandte sich per E-Mail an den Vomper Ortschef Karl-Josef Schubert. Dieser ­konterte mit einem ausführlichen Bericht über den Stand der Dinge – dass es nichts Neues gebe. Aber auch damit, dass er – aus rechtlicher und organisatorischer Sicht – mit seinem Bürgermeisterkollegen im Austausch stehe, nicht mit jedem einzelnen Gemeinderat. „Ich lade BM Hubert Hußl auch zur Infoveranstaltung ein, sobald das SUP-Verfahren abgeschlossen ist“, sagt Schubert und setzt nach: „Aber die Liste TOM will hinter dem Rücken ihres Bürgermeisters in die Planung eingebunden werden. Ich glaube, sie wollten in unser Meinungsbild eingreifen, und das lasse ich nicht zu.“

Dass die Terfener Mandatare ihren Kollegen in Vomp ins Gewissen reden wollen, das streitet VBM Hußl nicht ab. „Sie haben die Entscheidung, was dort hinkommt, aber es betrifft auch uns“, sagt er.

Schubert sieht derzeit aber keinen Diskussionsbedarf.

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