Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 23.04.2019


Bezirk Schwaz

Sicherheit wird in Mayrhofen heiß diskutiert

Wie sich die Mayrhofner künftig wieder etwas sicherer in ihrer Gemeinde fühlen können, wird beim TT-Forum am Mittwoch thematisiert.

Im Europahaus Mayrhofen wird am Mittwochabend rund ums Thema Sicherheit im Ortszentrum debattiert.

© Tirol WerbungIm Europahaus Mayrhofen wird am Mittwochabend rund ums Thema Sicherheit im Ortszentrum debattiert.



Von Eva-Maria Fankhauser

Mayrhofen – Von „So geht es nicht mehr weiter“ bis „Ist doch alles halb so schlimm“ reichen die Meinungen der Mayrhofner, wenn es um die Sicherheit in ihrer Gemeinde geht. Während die Bezirkspolizei und der Tourismus weniger Probleme sehen, sinkt das subjektive Sicherheitsgefühl vieler Anwohner stetig.

Die Stimmung im Dorf ist konträr. Die einen schieben die Schuld auf den Tourismus. Die anderen bemängeln zu wenig Polizeibeamte und manch einer hat die Hoffnung auf ein besseres Miteinander schon fast aufgegeben. Viele Mayrhofner fühlen sich unwohl und wünschen sich Maßnahmen für ein besseres Miteinander sowie einen Tourismus im „angenehmeren Ausmaß“ – so auch Johannes Sandhofer, der beim TT-Forum am 24. April im Europahaus Mayrhofen darüber spricht. Er ist nämlich einer der Podiumsgäste bei der offenen Diskussion rund um das Thema „Leidet in Mayrhofen die Sicherheit unter dem Tourismus?“. Der Privatzimmervermieter und Unternehmer wagt etwas, das viele Mayrhofner sich nicht trauen: Er spricht öffentlich die Probleme im Tourismusort an – wie etwa Lärm, Vandalismus oder Ausschreitungen. „Das ist natürlich nicht pauschal im ganzen Ort so“, sagt er.

Mit ihm am Podium sitzen BM Monika Wechselberger, Bezirkspolizeikommandant Romed Giner sowie Andreas Hundsbichler als Obmann des TVB Mayrhofen-Hippach und Hotelier.

Während so mancher Mayr­hofen schon als Ballermann-Ort Tirols sieht, will man diese Bezeichnung beim Tourismusverband nicht hören. Die Marktgemeinde sei für vielfältige Angebote bekannt, dazu zählen Ruhe, Gelassenheit, Kulinarik genauso dazu wie Entertainment. Von Gästen, die aufgrund der Vorkommnisse in Mayrhofen nicht mehr wiederkommen wollen, wisse man nichts.

Auch seitens der Tirol Werbung sehe man im „vielfältigen Angebot Mayrhofens“ keinen Widerspruch zur Werbestrategie Tirols. „Sicherheitsbedenken landen eher nicht bei uns. Das muss in den Regionen selbst thematisiert werden“, sagt Pressesprecher Florian Neuner.




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