Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 17.05.2019


Schwaz

Neue Gewerbegebiete an der Alten Landstraße

Retentionsflächen für Hochwasser veranlassen die Stadt Schwaz, geplante Gewerbegebiete an der B171 in Schwaz Ost zu verlegen.

Der Schwazer Gemeinderat beschäftigte sich Mittwochabend mit Raumordnungsfragen.

© DählingDer Schwazer Gemeinderat beschäftigte sich Mittwochabend mit Raumordnungsfragen.



Von Angela Dähling

Schwaz – Wie und wo soll sich Schwaz in Zukunft baulich entwickeln? Mit dieser Frage befasst sich die Stadtgemeinde Schwaz und deren Bauausschluss nicht zuletzt deshalb, weil durch das vom Land angestrebte Hochwasserschutzprogamm bisherige Pläne verworfen werden müssen.

Vorgesehen war eigentlich, am östlichen Stadtende in den Schwazer Feldern entlang der Bundesstraße weitere gewerbliche Entwicklung zuzulassen. Dementsprechend war einst die entsprechende Änderung des Raumordnungskonzeptes (ohne Zustimmung der Grünen) beschlossen worden. Doch inzwischen steht fest, dass die Felder am Rand der roten Zone liegen. Ein heikles Thema, mit dem sich die Mandatare angesichts der Neuauflage des Raumordnungskonzeptes 2020 weiterhin beschäftigen müssen. Mittwochabend beschloss der Gemeinderat nun einstimmig, die künftige Stadtentwicklung sozusagen auf die gegenüberliegende Seite der Schwazer zu verlegen – an die Alte Landstraße. Zwei Areale (die so genannten Streiter-Gründe) unmittelbar nordöstlich der Tischlerei Weber und benachbarter Firmen sollen zur Gewerbegebietserweiterung dienen. Es handelt sich um zwei ökologisch wertvolle Freihalteflächen bzw. sieben Parzellen im Gesamtausmaß von fast 28.000 m². GR Hermann Weratschnig (Grüne) regte an, beim dort bestehenden, brachliegenden Gewerbegrund der Montanwerke eine Weiterentwicklung anzustreben. „Ich weiß, da gibt es preisliche Differenzen, aber vielleicht gibt es doch eine Lösung“, sprach er Verkaufsverhandlungen an, die seit Jahren ergebnislos geblieben sind. Laut VBM Martin Wex müsse im gleichen Ausmaß, wie jetzt neues Gewerbegebiet ins Raumordnungskonzept komme, auch wieder Grünfläche hinein. Als Austausch soll die zukünftige Gewerbe-Erweiterungsfläche an der B171 demnach wieder zu Grünland werden.

BM Hans Lintner informierte zudem, dass eine neue Satzung zur Gründung des Wasserverbandes ausgearbeitet worden sei. „Forderungen wurden behandelt, und was möglich war, eingearbeitet“, sagte er. Abänderungen seien nun nicht mehr möglich. „Man kann die Satzung nur annehmen oder ablehnen“, erklärte er, was auf die Gemeinderäte zukomme.

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