Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 04.06.2019


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31 Mio. Euro Schaden im Tiroler Wald: „Die Jäger müssen die Vorgaben erfüllen“

Tirols Wald leidet unter starkem Wildverbiss. Die Situation hat sich in den vergangenen 15 Jahren leicht verschlechtert. Abgangszahlen beim Wild liegen bei 10 Prozent unter den Planvorgaben.

Der Wald leidet: Der Windwurf war 2018 massiv, dazu kommen teilweise massive Schäden durch Wildverbiss.

© Rudy De MoorDer Wald leidet: Der Windwurf war 2018 massiv, dazu kommen teilweise massive Schäden durch Wildverbiss.



Innsbruck — Enorme Verluste mussten die Tiroler Waldbesitzer im Vorjahr durch Schäden in den Tiroler Wäldern hinnehmen. Verantwortlich dafür waren zum einen extreme Wettersituationen, andererseits der Käferbefall. 775.000 Festmeter Schadholz sind 2018 angefallen, wie es im aktuellen Waldzustandsbericht für das Vorjahr heißt. „Der unmittelbare finanzielle Schaden durch Holzentwertung oder erhöhte Erntekosten wird auf rund 31 Millionen Euro geschätzt", betont der für die Fortswirtschaft zuständige Landeshauptmannstellvertreter Josef Geisler (VP). In die Pflicht nimmt Geisler aber einmal mehr die Tiroler Jäger, schließlich weist der Wald nach wie vor extreme Wildverbissschäden auf. 43,2 Prozent der untersuchten Wälder sind durch starken Wildverbiss gekennzeichnet. Gleichzeitig liegen die Abgangszahlen beim Rot-, Reh- und Gamswild unter den Vorgaben der Jagdbehörden.

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