Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 05.06.2019


Bezirk Kitzbühel

Wirbel rund um das Reha-Zentrum in Kitzbühel

Wegen der Verlängerung der Kauf-Option für das Reha-Zentrum in Kitzbühel liegen sich ÖVP und FPÖ in den Haaren.

(Symbolbild)

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Von Michael Mader

Kitzbühel – Heiß her ging es in der Gemeinderatssitzung in Kitzbühel am Montagabend. Dort stand die Verlängerung des Kaufoptionenvertrages der Stadtgemeinde Kitzbühel mit der Rehabilitationszentrum Kitzbühel Betriebs-GmbH & Co KG auf der Tagesordnung.

FPÖ-Landtagsabgeordnetem und Gemeinderat Alexander Gamper ist das ein Dorn im Auge: „Der Preis ist mit 160 Euro pro Quadratmeter sowieso zu niedrig angetragen, wir haben uns da über den Tisch ziehen lassen.“ Die FPÖ hatte dem Verkauf im Vorjahr allerdings noch zugestimmt. „Winkler verscherbelt wohl unser Kitzbüheler Tafelsilber zu Spottpreisen bevorzugt an Großkonzerne. Einheimische Familienbetriebe interessieren ihn jedoch nicht“, poltert Gamper, für den das Bauvorhaben dem Anschein nach geplatzt ist.

„Dass Gamper mit den Finanzen auf Kriegsfuß steht, ist ja allgemein bekannt. Er kapiert es einfach nicht. Das ist keine Frage von Oppositionspolitik, sondern hat mit Verstand zu tun“, kontert Bürgermeister Klaus Winkler.

Die Entwicklung des Gesundheitszentrums sei als großer Erfolg zu betrachten. Das medizinische Angebot sei perfekt und die Konditionen mit den Ärzten seien in Ordnung. Dies habe auch der Landesrechnungshof eingehend geprüft.

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„Das Reha-Zentrum ist auch eine Erfolgsgeschichte und die Erweiterung ein weiterer wichtiger Schritt in der Gesundheitslandschaft Kitzbühels“, sagt Winkler weiter.

Der gestrige Tagesordnungspunkt beschäftigte sich nur mit der Verlängerung der Kaufoption durch die Vamed. Von Verscherbeln könne überhaupt keine Rede sein: „Das war klar und eindeutig, aber für Gamper nicht verständlich, was auch keinen überrascht.“

„Ich habe konkrete Informationen, dass durch den Stadtrat eventuell Mietverträge zur Gratisnutzung der Räumlichkeiten am Gesundheitshügel auf Jahre an Mieter vergeben worden seien. So, wie es sich nun darstellt, könnte sich der ‚Winkler’sche Gesundheitshügel‘ nach dem Sportpark zum nächsten Millionengrab entwickeln. Genaueres werden wir nun überprüfen“, wettert Gamper.

Laut Winkler habe Gamper einfach das Finanzierungssystem nicht wirklich verstanden.