Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 18.06.2019


Tirol

Grünes Duell um Platz eins in Tirol zwischen Weratschnig und Neßler

Hermann Weratschnig.

© Eva-Maria FankhauserHermann Weratschnig.



Die offizielle Bewerbungsfrist ist am Wochenende abgelaufen. Seit gestern ist es amtlich: Neun Kandidaten haben sich bei den Grünen um einen Platz auf der Landesliste für die Nationalratswahl Ende September beworben. Neben dem grünen Urgestein Heribert Insam (Innsbruck) sind das Stefanie Gartlacher (Kolsass), Thomas Haidenberger (Iselsberg-Stronach), Manfred Kecht (St. Johann i.T.), Patrick Kugler (Rum), Thomas Lörting (Rum), Martin Rauter (Pinswang) sowie die wohl zwei prominentesten Kandidaten: der ehemalige Landtagsvizepräsident Hermann Weratschnig (Schwaz) sowie die Innsbrucker Gemeinderätin Barbara Neßler.

Barbara Neßler.
Barbara Neßler.
- Grüne

Die Reihung der Kandidaten wird auf der grünen Landesversammlung am 29. Juni auf der Villa Blank­a entschieden. Während sich die anderen Kandidaten mit Platzierungswünschen zurückhalten, will Neßler (28) offen für den ersten Platz kandidieren. „Jetzt geht es um alles. Wir haben die Chance, wieder stark zurückzukommen", begründet Neßler in ihrem Bewerbungsschreiben ihr­e Kandidatur. Doch auch Weratschnig will in den Nationalrat. Schaffen die Grünen den Wiedereinzug ins Parlament, ist den Tiroler Grünen ein Mandat sicher. Wird es ein sehr gutes Ergebnis, könnten auch zwei Mandate möglich sein. „Mit heutigem Stand werden ich für Platz eins kandidieren", kündigte Weratschnig (44) deshalb gestern an. Die jetzige Lage sei ein­e ganz herausfordernde — umso mehr zählen für den ehemaligen Landtagsabgeordneten auch Erfahrung und Kompetenz. Für eine spannend­e Wahlversammlung ist damit gesorgt. Auch, weil laut Statut am Tag der Versammlung noch Kandidaturen eingereicht werden können.