Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 11.07.2019


Landespolitik

Rund um den Tiroler SPÖ-Chef Dornauer rumort es wieder

Dornauers Plakat am Parteihaus in Innsbruck sorgt für Irritationen.

© DomanigDornauers Plakat am Parteihaus in Innsbruck sorgt für Irritationen.



In der Tiroler SPÖ strapaziert Parteivorsitzender Georg Dornauer erneut den Gemütszustand seiner Genossen. Just am gestrigen Tag, an dem sich Bundesparteivorsitzende Pamela Rendi-Wagner gegen eine Koalition mit der FPÖ ausspricht, attestiert er der FPÖ hohe Handschlagsqualität. In Form des freiheitlichen Parteichefs in Tirol, Markus Abwerzger. Dieser besitze mehr Handschlagsqualität als die Tiroler VP, setzte Dornauer noch eines drauf. Das irritiert die Parteibasis, zumal sie Rendi-­Wagner unterstützt.

Doch es sind nicht nur die Aussagen zur FPÖ, die in der Partei für Gesprächsstoff sorgen. Intern wird auch ein Plakat des Parteivorsitzenden kritisiert, das derzeit auf dem Parteihaus in Innsbruck prangt. Vor allem zwei Worte springen ins Auge: Dornauer und Macht. Das Kleingedruckte „Jeder Mensch verdient ein gutes Leben“ geht dabei unter. Von einem missglückten Wortspiel ist die Rede, weil damit nicht ein mögliches Macher­image verbunden wird, sondern Macht.

Kritik kommt auch von der ÖVP, weil der SPÖ-Chef gestern nicht an dem von ihm eingesetzten Untersuchungsausschuss zur Flüchtlingsgesellschaft TSD teilgenommen hat. Die SPÖ hat zwei Mitglieder im Ausschuss, doch nur Ersatzmann Benedikt Lentsch war anwesend. „Der Eindruck, dass sich der Arbeitseifer der Opposition nach dem anfänglich großen medialen Getöse in engen Grenzen hält, verfestigt sich jedenfalls immer mehr“, betont ÖVP-LA Hermann Kuenz. (pn)