Letztes Update am Fr, 12.07.2019 14:03

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Innsbruck

Hunde auf Spielplätzen: Appell für Rücksichtnahme in Innsbruck

Weil sich die Beschwerden vor allem von Eltern häufen, setzt die Stadt Innsbruck nun auf Schwerpunktkontrollen auf Spielplätzen. Laut städtischer Spielplatzordnung müssen Hunde dort an der Leine geführt werden.

Setzen sich für mehr Sicherheit und Sauberkeit auf Innsbrucks städtischen Spielplätzen ein (v. l.): Amtsleiter Elmar Rizzoli, Stadträtin Uschi Schwarzl, Vizebürgermeister Franz X. Gruber und Referatsleiter Stefan Engele.

© IKM/KubandaSetzen sich für mehr Sicherheit und Sauberkeit auf Innsbrucks städtischen Spielplätzen ein (v. l.): Amtsleiter Elmar Rizzoli, Stadträtin Uschi Schwarzl, Vizebürgermeister Franz X. Gruber und Referatsleiter Stefan Engele.



Innsbruck – In Innsbruck sind derzeit rund 4400 Hunde gemeldet. Damit die Tiere auch Platz zum Toben haben, gibt es sieben so genannte „Hundewiesen“ im Stadtgebiet. Immer mehr Innsbrucker stören sich aber offenbar an Hunden auf Kinderspielplätzen. So melden Eltern nicht nur, dass die Anlagen verunreinigt werden, auch nicht angeleinte Tiere sind für sie ein Ärgernis.

Die Verantwortlichen der Stadt richten nun einen Appell an Hundehalter – insbesondere an jene, die als HundebesitzerInnen mit ihren eigenen Kindern einen Spielplatz besuchen. Ein gutes Miteinander sei ihnen sehr wichtig, erklären Vizebürgermeister Franz X. Gruber und Umweltstadträtin Uschi Schwarzl. „Unser erklärtes Ziel ist es, dass unsere Spielplätze sauber sind und vor allem auch, dass sich Eltern und Kinder dort sicher und wohl fühlen“, sagt Schwarzl. Gruber führt aus: „Hunde haben in Sandkästen nichts zu suchen, ebenso dürfen sie auf Spielplätzen nicht frei herumlaufen und schon gar nicht diese durch Hinterlassenschaften verunreinigen.“ Zusätzlich beauftragt er die Mobile Überwachungsgruppe (MÜG) mit der Durchführung von Schwerpunktkontrollen und einer „Aktion scharf“.

Strafen zwischen 360 und 2000 Euro

Auf allen städtischen Spielplätzen gilt die Spielplatzordnung. Dazu gehört auch, dass Hunde an einer nicht mehr als zwei Meter langen Leine zu führen und von Spielgeräten, Rasen und Grünflächen, von Pflanzungen, Sandkästen und Brunnen fernzuhalten sind. „Hundekot ist von den Hundehalterinnen und Hundehaltern in Abfallbehältern zu entsorgen“, sagt Elmar Rizzoli, Leiter der MÜG.

In einer Aussendung wiesen die Verantwortlichen zusätzlich darauf hin, dass für alle Spielplätze ein generelles Rauchverbot gilt und der Konsum alkoholischer Getränke verboten ist. Der Strafrahmen bei Nichteinhaltung der Spielplatzordnung beträgt je nach Delikt zwischen 360 und 2000 Euro. (TT.com)