Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom So, 14.07.2019


Landespolitik

Neubau der Patscherkofelbahn: FPÖ bereitet Anzeige vor

SPÖ und FPÖ sehen Handlungsbedarf in Sachen MCI-Neubau und Patscherkofelbahn.

Symbolfoto Patscherkofelbahn

© Michael KristenSymbolfoto Patscherkofelbahn



MCI und Patscherkofel sorgen für Debatten, wobei wegen der drohenden Kostenexplosion beim Neubau für das Management Center Innsbruck im Vorjahr vorerst die Stopptaste gedrückt wurde. SPÖ und FPÖ sehen nach den Parallelitäten Handlungsbedarf.

„Es gibt schließlich eine Vorprüfung bei den Architektenwettbewerben. Wenn Projekte nicht den ausgelobten Kriterien entsprechen, sind sie auszuscheiden", betont SPÖ-Landtagsabgeordnete Elisabeth Blanik. Im Zusammenhang mit der kurz vor den Innsbrucker Gemeinderatswahlen verkündeten Punktlandung beim Patscherkofel-Neubau spricht Blanik von Täuschung. „Da braucht es jetzt rasch Antworten, wer dafür verant- wortlich war."

Einen Schritt weiter geht FPÖ-Landesparteiobmann Markus Abwerzger: „Es braucht in Tirol endlich eine politische Verantwortungskultur. Beim Neubau der Patscherkofelbahn zeigt sich deutlich, dass am Ende, sprich vor der Gemeinderatswahl, nicht mehr informiert wurde." Im Gegenteil, es bestehe für ihn sogar der Verdacht, dass von der damaligen Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer bewusst nicht oder nicht korrekt informiert worden sei.

Vom Innsbrucker FPÖ-Gemeinderatsklub sei er, so Abwerzger, deshalb in seiner Eigenschaft als Anwalt mit dem Verfassen einer Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft betraut worden. Beim MCI wiederum versteht Abwerzger nicht, warum LR Hannes Tratter (VP) trotz Kostensteigerungen voreilig die Stopptaste gedrückt habe. (pn)