Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 18.07.2019


Innsbruck-Land

Auch Marktgemeinde Rum ruft Klimanotstand aus

Die Marktgemeinde verpflichtet sich dazu, Klimaschutz höchste Priorität einzuräumen.



Kufstein hat vor wenigen Tagen bereits vorgelegt, in der Landeshauptstadt Innsbruck und in Telfs stehen vergleichbare Beschlüsse bevor — und nun reiht sich auch die Marktgemeinde Rum in die Gruppe jener Tiroler Kommunen ein, die den „Klimanotstand" ausrufen. In seiner jüngsten Sitzung hat der Gemeinderat einem entsprechenden Dringlichkeitsantrag der Bürgermeisterliste von Edgar Kopp (SPÖ Rum und Parteifreie) fast einhellig zugestimmt — nur die beiden freiheitlichen Mandatare votierten dagegen.

Die Marktgemeinde Rum erkennt den Klimawandel darin als „eine der größten Herausforderungen der Menschheit" an und verpflichtet sich dazu, Auswirkungen auf das Klima künftig „bei jeglichen Entscheidungen" zu berücksichtigen. Im Sinne eines guten Klimas bzw. des Klimaschutzes sollen Handlungen der Marktgemeinde Rum „sorgsam geprüft und nötigenfalls adaptiert" werden, heißt es im Antrag (der großteils mit jenem identisch ist, über den der Innsbrucker Gemeinderat diese Woche abstimmen soll). Dazu gehört zum Beispiel, die Aktivitäten im Rahmen des Klimabündnisses — dem Rum bereits seit einigen Jahren angehört — zu verstärken.

Ziel sei es auch, das Verkehrsaufkommen sowie Schadstoffbelastungen deutlich zu reduzieren. „Wir verpflichten uns zur nachhaltigen Optimierung unserer Infrastruktur sowie zum Ausbau der Fußwege, Radwege und öffentlichen Verkehrsmittel", erklären die unterzeichnenden Mandatarinnen und Mandatare.

Ebenfalls mit zwei Gegenstimmen angenommen wurde ein Zusatzantrag der Rumer Grünen: Demnach werde der Gemeinderat die Anforderungen des Klimaschutzes konkret beim „Erlassen von Verordnungen, bei der Vergabe öffentlicher Aufträge, bei der Beschaffung, beim Wohnbau und beim Verkehr" vorrangig berücksichtigen und auch im Budget die erforderlichen Mittel für die Maßnahmen vorsehen. (TT)




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