Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 22.07.2019


Innsbruck-Land

Sonja Pitscheider übernimmt Heimleitung in Aldrans

Innsbrucks ehemalige Vizebürgermeisterin übernimmt im Wohn- und Pflegeheim St. Martin in Aldrans die Leitung.

Das Heim St. Martin in Aldrans bekommt ein neues Führungsduo.

© DaumDas Heim St. Martin in Aldrans bekommt ein neues Führungsduo.



Aldrans — Seit ihrem Rückzug aus der Politik und dem Austritt bei den Grünen vor über einem Jahr ist es ruhig geworden um Sonja Pitscheider. Mit 1. September übernimmt Innsbrucks ehemalige Vizebürgermeisterin nun im Wohn- und Pflegeheim St. Martin in Aldrans die Leitung. Vor ihrer Zeit als Politikeri­n arbeitete Pitscheider im Grafik-Bereich. Mit der neuen Tätigkeit schließt sich für sie ein Kreis. Studiert hat Pitscheider nämlich Erziehungswissenschaften. Von den Kindern zu den älteren Menschen sei „eine schöne Klammer. Ich wollte immer in einem gesellschaftspolitischen Bereich arbeiten." Pitscheider will — gemeinsam mit der ebenfalls neu bestellten Pflegedienstleiterin — nun vor allem stabile Strukturen in das Heim bringen. „Die Vertrauenskultur ist in sozialen Organisationen enorm wichtig, damit es allen Freude macht, dort zu arbeiten. Das werden wir hinbekommen", ist Pitscheider zuversichtlich.

"Es erwischt uns alle einmal. Mir ist wichtig, das Leben für ältere Menschen würdevoll zu gestalten." - Sonja Pitscheider
 (künftige Heimleiterin)
"Es erwischt uns alle einmal. Mir ist wichtig, das Leben für ältere Menschen würdevoll zu gestalten." - Sonja Pitscheider
 (künftige Heimleiterin)
- Thomas Böhm

Der Lanser Bürgermeister und Obmann des Pflegeverbands Benedikt Erhard erklärt, dass ein Wechsel an der Spitze aufgrund der Pensionierung der derzeitigen Heimleitung mit Ende des Jahres notwendig ist. „Wir haben gemeinsam mit der Gemnova ein professionelles Bewerbungsverfahren durchgezogen. Der Gemeindeverband hat sich einstimmig für Sonja Pitscheider entschieden. Sie kennt sich gut aus."

Nach dem Skandal rund um finanzielle Malversationen eines Mitarbeiters im Jahr 2012 und der folgenden Aufarbeitung des Falles sieht Erhard den Verband wieder ordentlich aufgestellt. „Es läuft total gut." (dd)