Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 22.07.2019


Osttirol

Abschied vom Fleckerlteppich in Prägraten

Die Grundzusammenlegung in Prägraten ist nach 54 Jahren abgeschlossen.

Vor der Grundzusammenlegung war Prägraten in über 2000 einzelne Grundstücke aufgesplittert ...

© Land TirolVor der Grundzusammenlegung war Prägraten in über 2000 einzelne Grundstücke aufgesplittert ...



Prägraten a. Gr. – Im Jahr 1965 wurde das Grundzusammenlegungsverfahren in Prägraten eingeleitet. Jetzt, 54 Jahre später, konnte die Gemeinde mit Bürgermeister Anton Steiner, LHStv. Josef Geisler, dem Vorstand der Landesabteilung, Karl Nöbl, und Hubert Mühlmann von der Agrar Lienz den Abschluss feiern. „Prägraten ist nun eine wohlgeordnete Gemeinde“, sagt Josef Geisler. „Statt eines Fleckerlteppichs haben wir eine zukunftsfähige Agrar- und Grundstücksstruktur.“ Besitzzersplitterung, ungeordnete Wasserverhältnisse und verhinderte Erschließungen gehören der Vergangenheit an.

Der Prozess war nicht leicht. Die Flächen des Dorfes waren in 2052 teils winzige Parzellen geteilt gewesen, die sich auf 531 Eigentümer aufteilten. Heute sind es 950 meist große Grundstücke mit zweckmäßigen Grenzen, die die Bewirtschaftung viel einfacher machen.

...  Heute sind die Strukturen klarer.
... Heute sind die Strukturen klarer.
- Land Tirol

Außerdem ermöglichten die neuen klaren Strukturen erst eine sinnvolle Gemeinde­entwicklung, wie Bürgermeister Steiner hervorhebt. „Durch die Grundzusammenlegung wurden der Ausbau von Straßen, die Errichtung von Schutzbauten und von gemeinnützigen Wohnanlagen machbar.“

Besondere Verdienste bei dem 54 Jahre dauernden Verfahren erwarb Wilhelm Unterwurzacher vlg. Repler. Er war seit 1965 Obmann der Zusammenlegungsgemeinschaft und diente als „Prellbock und Vermittler“, wie Geisler und Steiner ihn würdigten. (TT)

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